Dresdner Corona-Hochhaus: Noch 18 Bewohner in Quarantäne

Dresden - Nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers sind noch 18 Bewohner des Dresdner Hochhauses auf der Hildebrandstraße unter Quarantäne.

18 Personen müssen noch in Quarantäne bleiben, für den Rest war diese am Sonntagabend beendet.
18 Personen müssen noch in Quarantäne bleiben, für den Rest war diese am Sonntagabend beendet.  © Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild/Daniel Schäfer

Ob sich einige der Bewohner mit der sogenannten Delta-Variante angesteckt hätten, sei weiter unklar, sagte eine Stadtsprecherin am Montag auf Anfrage. Die Ergebnisse der sogenannten Sequenzierung würden für Mittwoch erwartet.

Das Gesundheitsamt hatte in der Vorwoche vorsorglich eine Quarantäne für das gesamte Studentenwohnheim verhängt, nachdem ein Bewohner des Studentenwohnheims am 3. Juni nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben war.

Der Student (30) war erst vor kurzem aus Bangalore zurückgekehrt, ein Schnelltest nach der Einreise fiel negativ aus. Laut Gesundheitsamt besteht der Verdacht, der Mann könne sich mit der sogenannten Delta-Variante angesteckt haben.

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Sieben Bewohner des Hochhauses waren daraufhin positiv auf das Coronavirus getestet worden, bei dreien besteht zudem der Verdacht auf eine Infektion mit der sogenannten Delta-Variante, die zuerst in Indien festgestellt wurde. Am Sonntagabend 18 Uhr endete die Quarantäne für alle Bewohnerinnen und Bewohner mit negativem Testergebnis und ohne engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person.

Eine Studie aus Indien geht davon aus, dass die Übertragbarkeit des Virus bei dieser Variante um 50 Prozent höher ist als bei der Alpha-Variante, die zunächst in Großbritannien entdeckt wurde. Ob die Delta-Variante allerdings zu einer höheren Todesrate führt, ist der Studie zufolge noch unklar.

Titelfoto: Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild/Daniel Schäfer

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