Verein beweist: Verkehrskonzept für den Fernsehturm ist ganz schön eng

Dresden - Das Verkehrskonzept für den Fernsehturm sorgt weiter für Diskussionen. Was auf die Anwohner zukommen wird, hat die Bürgerinitiative Fernsehturm Dresden am Samstag bei einem Test veranschaulicht.

Der gemietete Bus macht deutlich, wie eng die Straßen rund um den Fernsehturm sind.
Der gemietete Bus macht deutlich, wie eng die Straßen rund um den Fernsehturm sind.  © Bürgerinitiative Fernsehturm Dresden

Dazu wurde eigens ein Bus gemietet, der dann zum Turm gefahren ist. Genau das sieht das Konzept der Stadt vor. So soll die Zufahrt eine Mischverkehrsfläche werden, auf der die Busse über den abgeflachten Gehweg fahren dürfen.

Ergebnis des Tests: Es wird sehr eng. Dass ein Konzept fehlt, das Autos von den Wohngebieten fernhält, ist ein weiterer Kritikpunkt der Anwohner.

"Bislang gibt es keinen Betreiber und dennoch sollen schon Gelder für eine Aufhübschung des Turms und für eine halbherzige Infrastruktur freigegeben werden", ärgert sich Stefan Döring (50) von der Bürgerinitiative.

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In die Kritik stimmen auch SPD und Grüne ein. "Das Mobilitätskonzept ist für die SPD-Fraktion in der derzeitigen Form nicht zustimmungsfähig", sagt Stadtrat Stefan Engel (28).

Die Hochland-Grünen "sehen ein massives, einseitig interessengeleitetes Versagen der Verwaltung in der sachgerechten Beurteilung des Vorhabens und seiner Folgen, gepaart mit weiterer Verschwendung öffentlicher Gelder und Ressourcen".

Sie fordern Oberbürgermeister Dirk Hilbert (49, FDP) auf, das Projekt zu beerdigen.

Titelfoto: Bürgerinitiative Fernsehturm Dresden

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