Dresdner Fotografin ist jetzt Coach für positives Denken

Dresden - Jung, mutig, dynamisch: Mit gerade mal 29 Lenzen will die Dresdnerin Marlene Fichtner ihr geordnetes Leben neu sortieren - und das von anderen gleich mit! Denn genau darum geht's der jungen Frau bei ihrer beruflichen Neuaufstellung, die sie gerade so energisch vorantreibt.

Ihre positive Art half Marlene Fichtner schon als Fotografin. Beim Coaching ist sie erst recht von Vorteil.
Ihre positive Art half Marlene Fichtner schon als Fotografin. Beim Coaching ist sie erst recht von Vorteil.  © Thomas Türpe

Marlenes Mission: Menschen so zu coachen, dass sie ihre Krisen meistern oder zu umschiffen lernen. Dass sie Probleme erkennen und bewältigen. Nach vorne schauen. So wie sie selbst. Ihre positive Einstellung ist dabei nicht das Einzige, was Marlene in die Waagschale wirft.

Als studierte Kunstpädagogin hat die gebürtige Badenerin, die 2011 der Liebe wegen an die Elbe zog, einen "Superberuf, den ich geliebt habe". Eigentlich. 

Und als Hochzeitsfotografin außerdem einen kreativen Nebenjob, der ihr viel Anerkennung beschert und ein gutes Zubrot sichert. Trotzdem mischt sie in diesen Wochen ihre Karten neu. 

Nachdem sie schon erste Workshops dieser Art geleitet hat, will Marlene künftig vorrangig als Coach für Persönlichkeitsentwicklung arbeiten. "Mein Helfersyndrom", lacht sie und meint das wohl halb spaßig, halb ernst.

"Es hat mich immer erfüllt, mit meinem Rat helfen zu können"

Das Leben als Balance-Akt? So würde Marlene das sicher nicht sehen. Und doch jongliert sie mit ihren Talenten.
Das Leben als Balance-Akt? So würde Marlene das sicher nicht sehen. Und doch jongliert sie mit ihren Talenten.  © Thomas Türpe

Tatsächlich hat Marlene Fichtner seit Jahren das Gefühl, dass sie Hilfesuchende förmlich anzieht. "Egal ob Fremde oder Freunde", die Menschen vertrauten sich ihr gerne an. "Es hat mich immer sehr erfüllt, mit meinem Rat helfen zu können", sagt sie.

Um das künftig noch besser zu bewerkstelligen, hat sich die Durchstarterin längst das nötige Rüstzeug geholt. Auf Bali, der Insel der Götter, besuchte sie einen Kurs in "Selbstliebe und Körperbewusstsein". An der Uni Landau ließ sie sich in "Gewaltfreier Kommunikation" weiterbilden. Frisch zertifizierte Hypnose-Therapeutin ist sie außerdem.

Als Klienten möchte Marlene vor allem solche Menschen gewinnen, die ihr Leben mit mehr Selbstvertrauen und Gelassenheit führen möchten. "Menschen, die sich nicht mehr durch limitierende Glaubenssätze oder vergangene Ereignisse fremdgesteuert fühlen und ihr Leben selbstbestimmt führen möchten." 

Dazu will sie in klug geführten Gesprächen die richtigen Fragen stellen, damit ihr Gegenüber sich und seine Probleme besser erkennen kann. 

Marlene Fichtner bietet Live-Workshops an

Mitunter muss man dabei auch die Wurzel eines seelischen Übels freilegen. Für viele vielleicht der schwerste Moment. Marlene: "Da kann es auch mal dreckig werden." Wichtig sei, "das Negative freizulegen, die Leere dann aber mit Positivem zu füllen", erklärt Marlene Fichtner ihren Ansatz.

Sobald Corona vorbei ist, bietet sie im Raum Sachsen Live-Workshops für alle Altersklassen an. Für Einzelne, aber auch für Gruppen. "Darin möchte ich Strategien zum positiven Denken vermitteln", sagt Marlene. Workshops an Universitäten in ganz Deutschland sind ebenfalls in Planung. 

Dort gehe es um Körpersprache, Präsentation und das, was Marlene gerne "Mentales Bodybuilding" nennt - Selbstbewusstsein, Selbstliebe, Selbstheilung, Gewaltfreie Kommunikation und so weiter.

Bleibt eine Frage: Warum sollte jemand gerade von einer noch so jungen Frau all diese Persönlichkeitskompetenzen annehmen wollen? "Stimmt schon", sagt die Dresdnerin, die Frage habe sie sich natürlich auch schon gestellt. 

"Aber halten mich solche Bedenken etwa auf...?, fragt sie dann verschmitzt und gutgelaunt - und hat ihre Antwort damit schon gegeben.

Titelfoto: Thomas Türpe

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