DVB-Streik in vollem Gange: Busse und Bahnen stehen still

Dresden - Die Bimmeln stehen still - schon wieder. Die Bürger auf Dresdens Straßen müssen am Donnerstag mehr Zeit und eine gehörige Portion Geduld mitbringen. Grund ist der Streik des ÖNPV, welcher die Busse und Bahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) stillstehen lässt.

Gut zwei Wochen nach dem ersten Streik legten die Mitarbeiter der Dresdner Verkehrsbetriebe auch am Donnerstag wieder die Arbeit nieder.
Gut zwei Wochen nach dem ersten Streik legten die Mitarbeiter der Dresdner Verkehrsbetriebe auch am Donnerstag wieder die Arbeit nieder.  © Tino Plunert

Wie TAG24 bereits berichtete, sind die beschäftigten der "Öffis" von ver.di abermals zur Niederlegung der Arbeit aufgerufen worden.

Etwa zwei Wochen nach dem letzten Streik, bleiben zahlreiche Mitarbeiter der DVB auch am Donnerstag zwischen 3 Uhr und 19 Uhr den Dresdner Straßen fern.

Konkret geht es um etwa 300 Euro mehr Lohn. Die letzte Verhandlungsrunde soll sich laut ver.di-Verhandlungsführer Gerd Doepelheuer (63) mehr oder weniger als Farce herausgestellt haben. "Die Arbeitgeberseite hat uns am 12. Oktober ein Angebot vorgelegt, das den Namen nicht verdient."

Und so stehen die gelben Riesen heute still. Bereits gegen 5 Uhr versammelten sich erste Mitarbeiter am Betriebshof Trachenberge, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Erhöhtes Verkehrsaufkommen auf den Straßen zu erwarten

Am Bahnhof Trachenberge steht alles still.
Am Bahnhof Trachenberge steht alles still.  © Tino Plunert

Dass bei den durchaus zähen Verhandlungen zwei Welten aufeinanderprallen, scheint angesichts der beiden Streiks innerhalb kürzester Zeit klar. Während sich die einen, laut Doepelheuer, einer "Verhöhnung" ausgesetzt sehen, sei man laut des kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) schon "an der Grenze des wirtschaftlich Vorstellbaren".

Die Leidtragenden sind die DVB-Kunden und die zahlreichen Dresdnerinnen und Dresdner, für die es damit gerade im Berufsverkehr eng auf den Straßen wird. Der Weg zur und von der Arbeit dürfte da heute ein wenig länger dauern.

Auf der Bautzner Straße in Dresden staute es sich am Morgen und am Vormittag teils massivst.
Auf der Bautzner Straße in Dresden staute es sich am Morgen und am Vormittag teils massivst.  © Ove Landgraf

Gerade für diejenigen, die notgedrungen auf ihr Rad umsteigen müssen, könnten es zudem angesichts der Wetterprognose rund um Tageshöchsttemperaturen von knapp über zehn Grad sowie Dauerregen ungemütliche Fahrten werden.

Die dritte Verhandlungsrunde im Lohn-Streit steigt am 27. Oktober.

Titelfoto: Tino Plunert

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