Fahrgastzahlen weiter niedrig: Was bedeutet das für die DVB?

Dresden - Nur schrittweise erholen sich die Fahrgastzahlen bei den Dresdner Verkehrsbetrieben. Die DVB verbuchen 2020 Millionenverluste, der Vorstand schaut mit Sorgen in die Zukunft.
Die Fahrgastzahlen der DVB erholen sich schrittweise.
Die Fahrgastzahlen der DVB erholen sich schrittweise.  © dpa/Monika Skolimowska

Insgesamt rechnen die DVB 2020 mit einem Verlust von etwa 16 Millionen Euro. "Angesichts der gesellschaftlichen Einschränkungen müssen wir auch für die nächsten Jahre von Einnahmeverlusten ausgehen. Insofern schauen wir mit Sorgen in die Zukunft", heißt es aus dem Vorstand.

In der ersten Märzhälfte, noch vor dem großen Lockdown, wurden täglich 600.000 Fahrgäste befördert. Bis Ende März sank die Zahl auf 150.000 - also nur ein Viertel des normalen Wertes. 

Nur langsam haben sich die Zahlen erholt. Mit den stufenweisen Lockerungen stiegen auch wieder mehr Fahrgäste in Bus und Bahn.

Anfang Mai fuhren werktags wieder 290.000 Menschen mit Bahn und Bus, Anfang Juni 380.000. Vor den Sommerferien stiegen 400.000 ein. 

"Aktuell liegen wir ferienbedingt bei 340.000 Fahrgästen pro Werktag", sagt DVB-Sprecherin Anja Erhardt.

Dresdner Verkehrsbetriebe: Bleiben Abo-Kunden treu?

DVB-Vorstand Lars Seiffert äußert sich.
DVB-Vorstand Lars Seiffert äußert sich.  © Holm Helis

"Mit Beginn des neuen Schuljahres erwarten wir einen Anstieg der Fahrgastzahlen auf 480.000 pro Werktag, das entspricht etwa 80 Prozent des Vorjahresniveaus", sagt Erhardt. 

"Voraussichtlich wird es einige Jahre dauern, bis sich die Fahrgastzahlen wieder auf dem Niveau vor der Pandemie bewegen." Ob die gesunkenen Zahlen Auswirkungen auf künftige Taktungen, Neueinstellungen oder Netzausbaupläne haben, war von den DVB nicht zu erfahren.

Immerhin: Abo-Kunden blieben treu. 

Nur eine verschwindend geringe Zahl wurde wegen der Pandemie gekündigt. 

Unklar sei weiterhin, wie sich Veränderungen in der Arbeitswelt (Stichwort Homeoffice) und der wirtschaftliche Abschwung auf das Geschäft auswirken. 

Titelfoto: dpa/Monika Skolimowska/Holm Helis

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