Widerstand gegen Schrumpfplan für die DVB

Dresden - Die Technischen Werke Dresden (TWD) waren über Jahre eine sprudelnde Geldquelle für die Stadt - doch nun muss gespart werden.

Statt zu kürzen, will Linke-Rat Jens Matthis (54) den DVB-Zuschuss von 40 auf 80 Millionen verdoppeln.
Statt zu kürzen, will Linke-Rat Jens Matthis (54) den DVB-Zuschuss von 40 auf 80 Millionen verdoppeln.  © Montage: Eric Münch, Steffen Füssel

Die Gewinne von DREWAG und ENSO finanzierten die Verluste der DVB und der Bäder. Doch weil immer weniger Überschuss erwirtschaftet wird, beginnt der Verteilkampf. Ein TWD-Gutachten will bei den DVB bis zu 17,5 Millionen Euro jährlich sparen. Der Widerstand ist groß.

"Alle drei Spar-Varianten sind unsinnige Alternativen. Es gibt keinen Sachzusammenhang zwischen geringeren TWD-Überschüssen und Kürzungen bei den DVB", sagt Linke-Stadtrat Jens Matthis (54).

Aus Sicht der Linken soll der DVB-Zuschuss nicht gesenkt, sondern von 40 auf 80 Millionen jährlich verdoppelt werden. Das fehlende Geld müsse aus dem Stadtsäckel kommen. Auch die Grünen warnen: "Wer an Investitionen bei den DVB spart, verspielt die wichtigste Säule der Dresdner Mobilität."

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FDP-Chef Holger Zastrow (52) ist kritischer: "Die DVB sind ein erfolgreiches und beliebtes Unternehmen. Doch das sehr gute Angebot ist zu günstig. Zudem verzettelt man sich in immer mehr Vorteilen für die eigenen Stammkunden, wie eigene Räder. Darüber muss gesprochen werden."

Die DVB selbst verweisen auf umfangreiche Prüfungen: "Bei den Jahresabschlüssen bescheinigen uns externe Wirtschaftsprüfer stets ein effizientes Handeln. Auch die Fahrgäste sind mit den DVB zufrieden und geben uns beim ÖPNV-Kundenbarometer sehr gute Bewertungen", sagt Sprecher Falk Lösch (55).

Titelfoto: Montage: Eric Münch, Steffen Füssel

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