Ebbe in Auen, Bächen und Böden: Dresden so trocken wie nie

Desden - Auch wenn es aktuell immer mal wieder tröpfelt: Das vergangene Frühjahr war das trockenste seit Beginn der kommunalen Wetteraufzeichnungen 1961. Vor allem ein Monat entsetzt.

Der mit hohem Aufwand renaturierte Weidigtbach ist bereits ausgetrocknet.
Der mit hohem Aufwand renaturierte Weidigtbach ist bereits ausgetrocknet.  © Steffen Füssel

Demnach war der April viel zu trocken. Den gesamten Monat über regnete es in Dresden gerade einmal an zwei Tagen. 

Die Folge: kümmerliche 1,9 Millimeter Niederschlag. Erwartbar gewesen wären 15 Niederschlagstage mit 52,1 Millimeter Regen pro Quadratmeter. 

Mit insgesamt 297 Sonnenstunden schien die Sonne mehr als doppelt so häufig.

Alle Regentage (26) zusammen gerechnet, ergibt sich so für das gesamte Frühjahr ein Niederschlagsdefizit von 55 Prozent. 

Ein Wert, der sich nahtlos in die Dürre der letzten Jahre einfügt. Seit den letzten zweieinhalb Jahren fehlt damit bereits fast ein ganzer Jahresniederschlag.

Die Folge: Niedrigwasser in der Elbe und viele ausgetrocknete Bäche. Das letzte Hochwasser Stufe 1 der Elbe ist fünf Jahre her. 

Fünf Bäche sind bereits abschnittsweise oder vollständig trocken, darunter der Blasewitz-Grunaer Landgraben, der Weidigtbach und der Kaitzbach. 14 weitere Gewässer haben nur noch sehr wenig Wasser.

Der Gorbitzbach führt nur noch sehr wenig Wasser.
Der Gorbitzbach führt nur noch sehr wenig Wasser.  © Steffen Füssel

Am im Durchschnitt 90 Zentimeter tieferen Grundwasserstand könnte laut Andy Philipp vom Landeshochwasserzentrum nur "monatelanger ausgiebiger und ausdauernder Dauerregen" etwas ändern. 

Titelfoto: Steffen Füssel

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