Wer will hier den Ton angeben? Volks-Chor sucht einen neuen Chef

Dresden - Ihre Lieder erfreuen Zuhörer, sie singen auch für Senioren im Pflegeheim. Doch jetzt drohen die Stimmen des Laienchors Reinhardtsgrimma zu verstummen: Die Leiterin zieht sich zurück, ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.

Neuer Leiter gesucht: Der Erbgerichts-Chor Reinhardtsgrimma singt auch für Senioren im Pflegeheim.
Neuer Leiter gesucht: Der Erbgerichts-Chor Reinhardtsgrimma singt auch für Senioren im Pflegeheim.  © privat

Sie zelebrieren Volkslieder wie "Das Wandern ist des Müllers Lust" und "Sah ein Knab' ein Röslein stehn": "Für uns ist die Freude am Singen das Wichtigste", sagt Regina Nüßgen (70) vom Erbgerichts-Chor Reinhardtsgrimma (Ortsteil von Glashütte). 

Mit 22 Mitstreitern (vier Herren) trifft sie sich für gewöhnlich jede Woche, singt schon seit der Chor-Gründung 2007 mit. Doch nun kam zur Corona-Zwangspause die traurige Nachricht: Die langjährige Chorleiterin kann nicht weitermachen.

"Unser Hilferuf lautet: Wer könnte die Leitung unseres Chores übernehmen und uns dirigieren?", fragt Nüßgen. "Es geht nicht um große Auftritte, sondern das gemeinsame Singen für uns und die Bewohner des Pflegeheims in Dippoldiswalde." 

Dort singt der Chor mehrmals im Jahr. "Was für ein Gefühl, wenn die betagten Leute uns mit erwartungsvollen Blicken anschauen, allmählich immer lockerer werden und versuchen, mitzusingen oder zu summen."

Startet einen Hilferuf: Regina Nüßgen (70) vor dem Kulturzentrum in Reinhardtsgrimma, der Spielstätte des Chores.
Startet einen Hilferuf: Regina Nüßgen (70) vor dem Kulturzentrum in Reinhardtsgrimma, der Spielstätte des Chores.  © Norbert Neumann

Doch einen kompetenten Leiter in den eigenen Reihen, der künftig den Ton angeben kann, haben Nüßgen und ihre Mitsänger nicht: "Sollte jemand Interesse haben, freuen wir uns über Kontaktaufnahme ..."

Titelfoto: Montage: privat, Norbert Neumann

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