Erste Fakten zu Impfzentren: Täglich bis zu 13.000 Impfungen als Ziel!

Dresden – Noch gibt es keinen zugelassenen Corona-Impfstoff: Aber die ersten Eckdaten für Sachsen stehen seit Dienstag fest. Demnach sollen landesweit pro Tag bis zu 13.000 Menschen ihren Pieks bekommen.

Das wohl größte Impfzentrum in Sachsen entsteht neben der Messe Leipzig.
Das wohl größte Impfzentrum in Sachsen entsteht neben der Messe Leipzig.  © Jan Woitas/dpa

Wie versprochen sollen tatsächlich ab Mitte Dezember in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt zunächst jeweils ein Impfzentrum sowie jeweils ein mobiles Impfteam einsatzbereit sein. Darüber informierte ebenfalls am Dienstag Sachsens Gesundheitsministerin, Petra Köpping (62, SPD).

Das wohl größte Zentrum entsteht neben der Neuen Messe in Leipzig. Köpping: "Die Impfzentren selbst sollen mit dem Start der Impfkampagne täglich geöffnet sein. Unter der Woche plant das DRK zehn Stunden und am Wochenende Öffnungszeiten von acht Stunden."

Ein Impfzentrum werde mit mindestens zwei Impfstrecken ausgestattet werden. "Die größten Objekte können aber nach Bedarf auf bis zu zehn solcher Strecken erweitert werden. Pro Tag können so bis zu 13.000 Bürgerinnen und Bürger geimpft werden. Auch die Logistik dahinter wird vorbereitet sein", so die Ministerin weiter.

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Das Personal komme vom Deutschen Roten Kreuz, aber auch von Bürgern, die noch gesucht werden und sich bewerben können.

Wann geht es wirklich los? Zirka eine Woche nach Lieferung der ersten Impfdosen. Köpping: "In dieser Zeit wird zunächst das medizinische Personal der Krankenhäuser geimpft. Auch das Personal der Impfzentren wird vor dem offiziellen Start die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen."

Wer wird zuerst geimpft?

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62).
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62).  © Thomas Türpe

Ebenfalls wichtig zu wissen: Die Beschaffung von 1,2 Millionen durch den Freistaat ausgeschriebenen Spritzen und Kanülen läuft. Erste Lieferungen sind bereits eingetroffen und vorrätig, heißt es aus dem Ministerium.

Aus Sicherheitsgründen würden die genauen Standorte der Impfzentren noch nicht umfassend veröffentlicht. Auch nicht die des Zentral-Lagers.

Die verfügbaren Mengen an Impfdosen werden gemäß dem Bevölkerungsanteil an die Länder verteilt. Nach Zulassung eines Impfstoffes ist zunächst von einer begrenzten Anzahl verfügbarer Impfdosen auszugehen. Dieser wird weiter produziert und laufend geliefert, so Köppings Haus am Dienstag.

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Wer wird als nächstes geimpft? "Prioritär zu impfende Personen" sind: Diejenigen, die bei einer Erkrankung das höchste Risiko für Tod und schwere Erkrankung haben. Risikofaktoren wie hohes Lebensalter und Vorerkrankungen spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Weiterhin prioritär zu impfen sind diejenigen, die Coronavirus-Erkrankte versorgen und sich dabei selbst einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen, also beispielsweise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von stationären oder ambulanten Einrichtungen sowie der Altenpflege.

Die Impfung wird nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Dadurch ist sichergestellt, dass bei möglichen Nebenwirkungen, etwa allergischen Reaktionen, schnell gehandelt werden kann. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen und die Gesundheitsämter sind eingebunden.

Wie viele Ärzte und medizinisches Personal notwendig sind, um die Impfungen durchzuführen, kann erst dann berechnet werden, wenn dem Freistaat Sachsen bekannt ist, in welcher Zeit der Impfstoff geliefert wird.

Und: Auch wenn es Leben retten kann: Impfen gegen Corona ist und bleibt freiwillig, wenn's soweit ist.

Titelfoto: Montage: Jan Woitas/dpa, Thomas Türpe

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