Erste Nachtcafés für Obdachlose müssen wegen Corona schließen

Dresden - Wohnungslose sind besonders jetzt in der kalten Jahreszeit dankbar für einen Schlafplatz. Auch während der Corona-Pandemie finden sie in Dresden (fast) täglich Zuflucht in einem Nachtcafé. Zwei mussten allerdings bereits ihren Dienst einstellen, weil sie die Hygieneauflagen nicht erfüllen konnten. Deshalb wird nun mehr Platz gebraucht.

Obdachlose finden wieder Zuflucht in den Nachtcafés. Aber auch hier gibt es Corona-Regeln.
Obdachlose finden wieder Zuflucht in den Nachtcafés. Aber auch hier gibt es Corona-Regeln.  © DPA/Picture Alliance

Seit Anfang November haben auch die "Nachtcafés" geöffnet - ein Angebot der Dresdner Kirchgemeinden, das Obdachlosen in der kalten und dunklen Jahreszeit warme Mahlzeiten, einen Schlafplatz und Waschmöglichkeiten bietet.

Doch wegen Corona gibt es dieses Jahr weniger Nachtcafé-Angebote: Zwei der Kirchgemeinden können ihre Räumlichkeiten dieses Jahr nicht zur Verfügung stellen, hier könne nicht ausreichend gelüftet werden. 

"Zum Abendbrot dürfen maximal zehn statt der üblichen 25 Personen zusammen essen," sagt Gerd Grabowski (73) vom Koordinierungskreis für die Nachtcafés. "Es ging in diesem Jahr ganz langsam los." 

Nachdem am ersten Novemberabend nur zwei Bedürftige das Café aufsuchten, stieg deren Zahl in den vergangenen Tagen auf zwölf. Noch bis zum 31. März können Wohnungslose zwischen 19 und 7 Uhr in den Dresdner Nachtcafés Ruhe finden.

Für wohnungslose Menschen hält die Landeshauptstadt Dresden eigenen Angaben zufolge zudem "394 sichere und warme Schlafplätze" bereit - 308 Plätze in Heimen, 66 Betten in Wohnungen und weitere 20 Notschlafplätze in weiteren Unterkünften.

Titelfoto: DPA/Picture Alliance

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