Erster Gebührenhammer des Jahres: Bücherausleihe bis 50 Prozent teurer

Dresden - Das wird der erste Gebührenhammer des neuen Jahres: Die Ausleihkosten in den Städtischen Bibliotheken steigen um bis zu 50 Prozent. Wer seine Medien verspätet zurückbringt, zahlt doppelt so viel wie bisher. Mit den Extra-Einnahmen sollen Wunschprojekte finanziert werden.

Die Bücherei-Gebühren sollen steigen.
Die Bücherei-Gebühren sollen steigen.  © Eric Münch

Wer in den Dresdner Büchereien Medien leihen will, zahlte bisher im Abo 10 Euro pro Jahr. Bald sollen es 15 Euro sein.

Die Säumnisgebühr pro Medium beträgt zukünftig 40 Cent pro Tag. Bisher waren es 1,50 Euro für Filme und 20 Cent für alle weiteren Medien.

Maximal werden damit 24 Euro Strafe pro Medium fällig, bisher wurden für Bücher 12,50 und für Filme 23 Euro obendrauf verlangt.

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Dresden will so über Säumnisgebühren 60.000 und über Leihgebühren 140.000 Euro pro Jahr zusätzlich einnehmen.

Mit dem Geld sollen in erster Linie nach der Südvorstadt nun auch die Büchereien in Prohlis und der Neustadt täglich zehn Stunden zum Ausleihen öffnen.

Aus Sicht von Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (43, Linke) verschiebt sich die Höhe der Abgaben durch die geplanten Erhöhungen "vom unteren Drittel der Stadtbibliotheken in vergleichbar großen Städten in das untere Mittelfeld."

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (43, Linke) hält die Steigerungen für angemessen.
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (43, Linke) hält die Steigerungen für angemessen.  © Thomas Türpe

Die neuen Regeln sollen ab April gelten. Dresden-Pass-Inhaber und Kinder leihen weiter kostenfrei. Das letzte Wort hat der Rat.

Titelfoto: Eric Münch

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