Erstmals neue Corona-Mutation in Sachsen nachgewiesen!

Dresden - In Sachsen ist erstmals die neue Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Das teilte am Donnerstag das Gesundheitsministerium mit.

Nachgewiesen wurde die Mutation durch ein Screening von positiven Proben beim Robert Koch-Institut. (Symbolbild)
Nachgewiesen wurde die Mutation durch ein Screening von positiven Proben beim Robert Koch-Institut. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Mutation sei bei einer Person aus Dresden aufgetreten, die aus Großbritannien zurückgekehrt sei, hieß es. Sie habe sich nach der Ankunft sofort in Quarantäne begeben.

Das zuständige Gesundheitsamt betreut den Fall und geht nicht von der Gefahr einer weiteren Verbreitung aus.

Nachgewiesen wurde der Fall durch ein stichprobenartiges Screening von positiven Proben beim Robert Koch-Institut (RKI).

Das sächsische Gesundheitsministerium hatte die Gesundheitsämter bereits angewiesen, Einreisende aus Großbritannien und Südafrika besonders sorgfältig bei der Quarantäneüberwachung zu begleiten.

Im Zusammenhang mit dem Auftreten der neuen Virus-Variante in Sachsen sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD): "Bisher erfolgt die Verteilung des Impfstoffes nach der Einwohnerzahl der Bundesländer. Ich glaube, dass auch andere Faktoren bei neuen Lieferungen eine Rolle spielen sollten. Wir haben die bundesweit höchste Inzidenz. Ein Faktor sollte auch sein, welche Bundesländer einen besonders hohen Anteil an älteren Menschen haben. Dazu gehört Sachsen."

Und weiter: "Wir haben eine Million Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Sie müssen schnell besonders geschützt werden. Gerade mit Blick auf die Menschen, die zu Hause leben, dauert das zu lange. Wir brauchen daher schneller mehr Impfstoff."

Sachsen ist derzeit so stark wie kein anderes Bundesland vom Coronavirus betroffen. Die Kliniken kommen an ihre Grenzen.

Sachsen bleibt weiter Negativ-Spitzenreiter

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) fordert, die Maßstäbe bei der Verteilung der Impfstoffe zu überdenken.
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) fordert, die Maßstäbe bei der Verteilung der Impfstoffe zu überdenken.  © Sebastian Kahnert/dpa

Erstmals war die Corona-Mutation aus England in Deutschland an Heiligabend nachgewiesen worden. Betroffen war eine Frau in Baden-Württemberg, die aus Großbritannien eingereist war.

Die Variante ist nach Einschätzung von Wissenschaftlern deutlich ansteckender als die bisher bekannte Version.

In Sachsen lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 269,8. Der Wert gibt an, wie viele Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet worden sind.

Sachsen bleibt damit wie seit Wochen schon Negativ-Spitzenreiter.

Bundesweit lag der wichtige Corona-Kennwert nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 122.

Die Daten sind derzeit aber noch schwierig zu interpretieren, weil es über den Jahreswechsel Verzögerungen gegeben hat.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0