Fahranfänger raste im 558-PS-Benz durch Gruna: Jetzt fiel das Urteil

Dresden - Im März raste Jannis A. (19) in einem 558-PS-Boliden nachmittags durch Gruna. Die Fahrt endete, als der weiße Benz CLS 63 AMG gegen einen Passat knallte. Nun stand der Fachoberschüler vor der Amtsrichterin.

Jannis A. (19) holte sich am Gericht mal wieder Arbeitsstunden ab.
Jannis A. (19) holte sich am Gericht mal wieder Arbeitsstunden ab.  © Holm Helis

"Das Auto gehört meinem Bruder. Ich durfte immer mal fahren", so Jannis. 

Er habe stadteinwärts Höhe Zwinglistraße beschleunigt, nachdem dort ein Auto abbog, die Kolonne fast stand. Er kachelte Richtung Schneebergstraße. 

Drei Frauen, die gerade die Straße überquerten, retteten sich auf den Fußweg. "Die habe ich nicht gesehen", sage Jannis und: "Dann war da plötzlich der Passat." 

Den rammte er, als er einbog. Schaden: 12.000 Euro.

Ein Zeuge erklärte, schon entlang der Bodenbacher Straße habe sich der Benz ständig um 50 Meter fallen lassen, um dann in Sekunden und mit lautem Motor wieder aufzuschließen. 

Der Raser muss nun 200 Stunden gemeinnützig arbeiten. Das kennt Jannis: Denn an jenem Tag kam er von solch einem Arbeitseinsatz. Den hatte er wegen Unfallflucht gerichtlich auferlegt bekommen! 

Mit einem solchen Benz raste der Schüler durch die Straßen. (Symbolbild)
Mit einem solchen Benz raste der Schüler durch die Straßen. (Symbolbild)  © PR Daimler AG

Von den nun verhängten 200 Stunden gelten 60 als schon geleistet. Damit rechnet das Jugendgericht an, dass der Raser nach dem Vorfall bei einem Projekt der Jugendgerichtshilfe mitmachte: fünf Tage wandern! Apropos: Drei Monate bleibt der Führerschein noch eingezogen. 

Titelfoto: Holm Helis

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