Feuchtgebiet Sachsen: Feuerwehr rettet bei Dauerregen 240 Schafe

Ostritz/Görlitz - Wetterkapriolen haben Feuerwehrleuten in Sachsen Mitte der Woche mancherorts viel Arbeit beschert. In Ostritz an der Grenze zu Polen waren sie sogar als Tierretter im Einsatz und mussten 240 Schafe von einer überfluteten Wiese bergen. 

Nächtliche Rettungsaktion: Die Feuerwehr Ostritz rettete eine Schafherde.
Nächtliche Rettungsaktion: Die Feuerwehr Ostritz rettete eine Schafherde.  © Danilo Dittrich

Wie die Feuerwehr am Donnerstag mitteilte, hatte der Schäfer den Rettungsdienst alarmiert. Demnach war die Neiße nach Dauerregen über die Ufer getreten und hatte die angrenzenden Wiesen am Mittwochabend etwa 30 bis 40 Zentimeter unter Wasser gesetzt. 

Die Tiere hatten sich an einer erhöhten Stelle gesammelt. 

Nachdem die Feuerwehr für ausreichend Beleuchtung gesorgt hatte, wurden die Tiere über einen dammartigen Radweg auf Weideflächen in ein Gewerbegebiet getrieben.

In Dresden liefen am Mittwoch zwei Keller voll. Ursachen waren der starke Niederschlag in Verbindung mit verstopften beziehungsweise überlasteten Abflussrohren, teilte das Brand- und Katastrophenschutzamt am Donnerstag mit. Feuerwehrleute pumpten es aus den Kellern ab.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vom Donnerstag waren in den vergangenen 48 Stunden bis zu 73,9 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen. Der Höchstwert wurde in Pulsnitz registriert. 

Normalerweise fallen dort im gesamten Monat Oktober im Schnitt 49,5 Liter. 

Tendenzen für einen "Goldenen Oktober"

Alle Schäfchen sind - mehr oder weniger - wieder im Trockenen.
Alle Schäfchen sind - mehr oder weniger - wieder im Trockenen.  © Danilo Dittrich
Die Feuerwehrleute bereiten die "Evakuierung" der Schafherde vor.
Die Feuerwehrleute bereiten die "Evakuierung" der Schafherde vor.  © Danilo Dittrich

Dahinter rangierten Sohland in der Oberlausitz (67,1 Liter) und Geringswalde (Mittelsachsen) mit 65,8 Litern. Dresden bekam 54,2 Liter ab. 

An den Flüssen war die Lage noch entspannt. Lediglich an der Neiße in Görlitz wurde bei einem Wasserstand von 3,72 Metern die niedrigste von vier Alarmstufen erreicht - bei fallender Tendenz.

Am Donnerstag hatte das große Regengebiet Sachsen allerdings schon überquert. Dafür gab es laut Wetterdienst fast überall im Freistaat Sprühregen. Nach Auskunft des Meteorologen Jens Oehmichen soll das auch bis Samstag so sein. Lediglich im Erzgebirge könne etwas mehr Regen fallen. 

Der Samstag verspreche dann einige Auflockerungen, die Temperaturen würden im niedrigen zweistelligen Bereich bleiben, im Bergland unter zehn Grad Celsius. Pünktlich zum Ferienbeginn könnte sich das Wetter aber von einer besseren Seite zeigen. 

Oehmichen sah für Dienstag und Mittwoch kommender Woche Tendenzen für einen "Goldenen Oktober" mit deutlich mehr Wärme und Sonne.

Titelfoto: Danilo Diettrich (3)

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