Großaufgebot der Feuerwehr am Flughafen Dresden: Was war denn hier los?

Dresden - In Notfällen ist schnelles und richtiges Handeln entscheidend, Menschenleben können davon abhängen. Übungen sind deshalb unerlässlich. Eine solche hat die Feuerwehr Dresden in der Nacht auf Samstag absolviert.

Übungseinsätze sind für die Feuerwehr unerlässlich: Ein solcher fand in der Nacht von Freitag auf Samstag am Flughafen Dresden statt.
Übungseinsätze sind für die Feuerwehr unerlässlich: Ein solcher fand in der Nacht von Freitag auf Samstag am Flughafen Dresden statt.  © Roland Halkasch

Das Szenario im Bereich des Flughafens der sächsischen Landeshauptstadt: Die Lokomotive eines Zuges ist im mittleren Bereich des Tunnels unter dem Flughafengelände in Brand geraten, Personen sind vermisst beziehungsweise verletzt.

Zudem soll dichter Rauch aus dem Tunnelbereich nach oben aus der Belüftungsanlage dringen.

Im Fokus der Übung, welche bis 3 Uhr andauerte, standen laut Feuerwehr unter anderem das taktische Vorgehen in verqualmten Tunnelanlagen, die Rettung von Personen aus Waggons des Zuges sowie aus der Lokomotive und die Überprüfung der Kommunikationswege zwischen allen Beteiligten.

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Dementsprechend wurden vor Ort zunächst mehrere Einsatzabschnitte gebildet und die Rettung der Personen eingeleitet. Neben der Bundespolizei und dem Notfallmanager der Deutschen Bahn war zusätzlich auch die Flughafenfeuerwehr beteiligt.

Um Personen aus dem Gleisbereich zu retten, wurden spezielle Schienenrollwagen eingesetzt, die sich bereits an den Tunnelportalen befinden und so im Notfall schnell zur Verfügung stehen. Zahlreiche Trupps, die unter Atemschutz agierten, fokussierten sich besonders auf die Rettung der Personen, welche für die Retter stets höchste Priorität hat.

Bei dem Übungsszenario drang unter anderem dichter Rauch aus dem Tunnelbereich aus der Belüftungsanlage nach oben.
Bei dem Übungsszenario drang unter anderem dichter Rauch aus dem Tunnelbereich aus der Belüftungsanlage nach oben.  © Roland Halkasch
Um Personen aus dem Gleisbereich zu retten, wurden spezielle Schienenrollwagen eingesetzt.
Um Personen aus dem Gleisbereich zu retten, wurden spezielle Schienenrollwagen eingesetzt.  © Roland Halkasch

Übung der Feuerwehr Dresden ohne Auswirkungen auf Flughafenbetrieb

Im Rahmen der Übung waren zusätzlich zu den bereits genannten Rettern insgesamt 54 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Albertstadt und Übigau, der B-Dienst, der U-Dienst sowie die Stadtteilfeuerwehr Klotzsche im Einsatz.

Der Flughafenbetrieb war von der Übung der Feuerwehr nicht betroffen.

Titelfoto: Roland Halkasch

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