Kinderwagen angezündet: Zwei Jugendliche im Krankenhaus!

Glashütte - Wer macht denn so etwas? In Schlottwitz wurde am späten Freitagabend im Hausflur eines Mehrfamilienhauses ein Kinderwagen in Brand gesteckt. Zwei Jugendliche wurden in ein Krankenhaus gebracht, der Sachschaden liegt indes im fünfstelligen Bereich.

Die Einsatzkräfte löschten den Wagen. Im Gebäude entstand infolge der Flammen ein erheblicher Schaden.
Die Einsatzkräfte löschten den Wagen. Im Gebäude entstand infolge der Flammen ein erheblicher Schaden.  © Marko Förster

Gegen 23.10 Uhr ging der Notruf ein.

In der Müglitztalstraße in Schlottwitz, bei Glashütte, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, wurde in einem Mehrfamilienhaus von bislang unbekannten Tätern ein Kinderwagen angezündet.

Wie die Polizeidirektion Dresden am Sonntagvormittag mitteilte, entstand infolgedessen ein erheblicher Gebäudeschaden. Dieser wird auf etwa 15.000 Euro beziffert.

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Der Kinderwagen ist bis zur Unkenntlichkeit niedergebrannt.

Glücklicherweise lag in dem Kinderwagen kein Baby. Dennoch gab es zwei verletzte Personen zu vermelden.

So mussten eine 13- und eine 17-Jährige wegen des Verdachtes auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Dichter Rauch im Hausflur, Mietparteien in Notunterkünften untergebracht

Hier stand der Kinderwagen. Von diesem ist nichts übrig geblieben.
Hier stand der Kinderwagen. Von diesem ist nichts übrig geblieben.  © Marko Förster

Insgesamt waren 40 Feuerwehrleute im Einsatz. Bereits bei Ankunft drang dichter Rauch aus dem Gebäude.

Mithilfe von Atemschutzmasken gingen dann zwei Trupps der Einsatzkräfte in das Haus und konnten den Brand zügig unter Kontrolle bringen.

Da der Rauch im Hausflur so dicht war, mussten die Mietparteien mithilfe einer Streckleiter aus ihren Fenstern ins Freie gebracht werden.

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Fünf Personen, darunter wohl auch ein Kleinkind, wurden ins Gerätehaus Schlottwitz gebracht und dort vom Rettungsdienst versorgt.

Das Haus wurde im Anschluss an die Löscharbeiten fachgerecht entlüftet. Jedoch konnten die Bewohner danach nicht sofort wieder in ihre Wohnungen zurück. Sie mussten zunächst in einer Notunterkunft verharren.

Die polizeilichen Ermittlungen laufen in alle Richtungen. Es ist jedoch wohl von Brandstiftung auszugehen. Wer hinter der Aktion steckt und welches Motiv der oder die Täter verfolgten, ist bislang noch unklar.

Titelfoto: Marko Förster

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