Bewusstloser Patient: Wiederbelebung-Anleitung übers Telefon

Dresden - Dresdner Rettungskräfte versuchten am gestrigen Donnerstag, über das Telefon eine bewusste Person zu reanimieren.

Sowohl die Rettungskräfte als auch die Ersthelfer beim Patienten gaben sich alle Mühe, den Bewusstlosen wiederzubeleben. (Symbolbild)
Sowohl die Rettungskräfte als auch die Ersthelfer beim Patienten gaben sich alle Mühe, den Bewusstlosen wiederzubeleben. (Symbolbild)  © Frank Harms/123rf

Laut einem Bericht der Dresdner Feuerwehr ging um 12.31 Uhr ein Notruf wegen einer bewusstlosen Person bei der Integrierten Regionalleitstelle (IRLS) ein. Dort landen erstmal alle Anrufer, die die 112 wählen und von dort aus werden dann Notärzte, Krankenwagen oder die Feuerwehr selbst losgeschickt.

Bei diesem Fall aber lief es dramatischer als sonst ab: Noch am Telefon wurde klar, dass der Patient, um den es bei dem Notruf ging, nicht nur bewusstlos war, sondern bereits in Lebensgefahr schwebte!

Er musste sofort wiederbelebt werden. Deshalb begann der Mitarbeiter des IRLS mit einer sogenannten Telefonreanimation.

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Dabei leitete er den Anrufer am anderen Ende der Leitung Schritt für Schritt an, wie man an einer bewusstlosen Person Reanimationsmaßnahmen durchführt.

Währenddessen machten sich ein Notarzt sowie Rettungs- und Feuerwehrkräfte auf den Weg zum Einsatzort in der Staffelsteinstraße im Dresdner Stadtteil Niederpoyritz.

Trotz aller Anstrengung: Patient verstirbt

Die Stadtteilfeuerwehr Pappritz traf dann als Erstes vor Ort ein und übernahm die Wiederbelebungsversuche, die zuvor bereits von den Ersthelfern nach genauer Anleitung des IRLS-Mitarbeiters übers Telefon eingeleitet wurden.

Kurze Zeit später erreichten auch noch eine Notärztin, die Feuer- und Rettungswache Striesen mitsamt eines Löschfahrzeugs sowie ein Rettungswagen der Rettungswache Pieschen den Einsatzort.

Tragischerweise blieben allerdings die Bemühungen aller Beteiligten vergebens. Die Ärztin konnte kurz nach ihrem Ankommen nur noch den Tod des Patienten feststellen.

So endete der Rettungseinsatz um 14.34 Uhr mit einem traurigen Ergebnis.

Titelfoto: Frank Harms/123rf

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