Filmnächte am Elbufer: Die Vorbereitungszeit ist kurz wie nie

Dresden - Die 30. Filmnächte am Elbufer sollten etwas ganz Besonderes werden: Werden sie auch! Allerdings so ganz anders, als sich das die Organisatoren gedacht hatten. Dennoch: Dass das Open-Air-Event ab 9. Juli überhaupt stattfinden kann, ist schon eine Leistung.

Die beiden Filmnächte-Geschäftsführer Matthias Pfitzner (53) und Johannes Vittinghoff (66) sind froh, dass trotz der Umstände die 30. Saison stattfinden kann.
Die beiden Filmnächte-Geschäftsführer Matthias Pfitzner (53) und Johannes Vittinghoff (66) sind froh, dass trotz der Umstände die 30. Saison stattfinden kann.  © Norbert Neumann

"Normalerweise haben wir rund zwei Monate zur Vorbereitung der Saison", sagt Sprecherin Viktoria Franke (34). 

"Nun waren es lediglich zwei Wochen." 

Erst seitdem steht fest, dass die Filmnächte überhaupt in diesem Jahr stattfinden dürfen. 

"Konzerte wird es keine geben, dafür bleibt uns umso mehr Zeit für tolle Filme", sagt Filmnächte-Geschäftsführer Matthias Pfitzner (53).

Das Programm wird diesmal in zwei Teilen veröffentlicht - erstmal gibt's nur Filme und Co. bis 31. Juli. 

"Das August-Programm kommt zeitnah. Wir wollen allerdings noch schauen, dass wir trotz Corona vielleicht noch die ein oder andere Premiere nach Dresden holen können."

Pro Vorstellung können nur etwa über 920 Menschen dabei sein - knapp 2 700 weniger als normal. 

Filmänchte am Elbufer: Preise steigen leicht

Die Bauarbeiten am neuen Filmnächte-Dach gehen trotz Corona und Einnahmeverlusten weiter.
Die Bauarbeiten am neuen Filmnächte-Dach gehen trotz Corona und Einnahmeverlusten weiter.  © Norbert Neumann

Die Preise steigen leicht: 9,50 Euro kostet ein Ticket für Erwachsene, 6,50 ermäßigt. Karten gibt's auch nur online im Vorverkauf!

"Mit mehr als 40 Filmen im Familienkino und 50 Streifen im Abendprogramm haben wir trotz der Umstände ein breites Angebot", so Pfitzner.

Die Verantwortlichen rechnen allerdings mit wesentlich weniger Einnahmen - nur rund 25 Prozent von dem, was sonst möglich ist. 

"Wir haben versucht, dem Umsatzeinbruch mit einer deutlich verkleinerten Produktion entgegenzuwirken", so Johannes Vittinghoff, ebenfalls Geschäftsführer bei den Filmnächten. "Die Besucher werden das Areal an einigen Stellen nicht wie gewohnt erleben."

Knapp 100.000 Euro an Werbeeinnahmen, mit den gerechnet wurde, fehlen aktuell noch. Das neue Dach auf dem Filmnächte-Areal werde aber dennoch gebaut.

Um trotzdem ein bisschen Live-Atmosphäre zu schaffen, gibt's in diesem Jahr eine Premiere: 

Konzertreihe mit der Dresdner Philharmonie

Fagottist Robert-Christian Schuster (43) freut sich auf die vier kleinen Live-Konzerte der Dresdner Philharmonie.
Fagottist Robert-Christian Schuster (43) freut sich auf die vier kleinen Live-Konzerte der Dresdner Philharmonie.  © Norbert Neumann

Gemeinsam mit der Dresdner Philharmonie wird es eine kleine Konzertreihe geben. Sommerliche Serenaden am Abend, nachmittags "Peter und der Wolf" für die ganze Familie.

"Das war vor wenigen Wochen noch nicht denkbar. Für uns Musiker ist es ein tolles Gefühl, wieder aufzutreten. Wir sind gespannt, ob wir uns so vielleicht auch ein neues Publikum erschließen", so Orchester-Fagottist Robert-Christian Schuster. 

Auch die "Mitsingzentrale" ist in diesem Jahr erstmals bei den Filmnächten dabei. Das Live-Sing-Event zieht somit für einen Abend von der Scheune ans Elbufer.

Tickets für die Veranstaltungen gibt es ab sofort online unter www.dresden.filmnaechte.de

Titelfoto: Norbert Neumann

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