Forscher entwickeln Sensor zur Schnellerkennung von Corona

Dresden - Die Technische Universität Dresden will mit einem neuen Sensor Coronaviren in kurzer Zeit erkennen.

Wenn bei den Dresdner Forschern alles glatt läuft, könnten wir uns ab 2021 statt mit einem Abstrich ganz fix über unser Handy auf Corona testen.
Wenn bei den Dresdner Forschern alles glatt läuft, könnten wir uns ab 2021 statt mit einem Abstrich ganz fix über unser Handy auf Corona testen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Während dafür bisher im günstigsten Fall etwa vier Stunden erforderlich sind, soll das dann in wenigen Minuten möglich sein, erklärte Gianaurelio Cuniberti, Professor für Materialwissenschaft und Nanotechnik am Montag in Dresden. 

Die Diagnose erfolge über einen Blutstropfen. Der aus Genua stammende Wissenschaftler rechnet damit, dass der Sensor bis kommendes Jahr fertig ist - wenn auch ein Impfstoff vorliegt. 

Die Zukunftsvision liege darin, eines Tages den Nachweis mit dem eigenen Smartphone vornehmen zu können - über Sensoren mit Hautkontakt.

Sächsischer Landtag unterstützt Forscher mit 410.000 Euro

"Die Zeitspanne zwischen Ansteckung und belastbarem Nachweis führt bisher dazu, dass Infektionen unentdeckt bleiben können und sich das Virus schnell ausbreiten kann", hieß es mit Blick auf die Notwendigkeit schneller Tests. 

Für das Forschungsprojekt der TU, an dem auch Wissenschaftler anderer Disziplinen beteiligt sind, hatte der Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages 410.000 Euro freigegeben. 

"Durch die Förderung können wir ein zuverlässiges Werkzeug zur Infektionskontrolle bereitstellen", betonte Cuniberti.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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