Für die Zeit nach der Krise: Dresdens Tourismus soll sich neu erfinden

Dresden - Die Grünen im Dresdner Stadtrat haben große Tourismus-Pläne für die Zeit nach der Corona-Pandemie.

Das Tourismus-Angebot in Dresden soll zukünftig auch auf die umliegenden Stadtteile ausgeweitet werden.
Das Tourismus-Angebot in Dresden soll zukünftig auch auf die umliegenden Stadtteile ausgeweitet werden.  © Matthias Hiekel/ZB

Weine aus Wackerbarth, Bike-Sharing, Stadtführungen mit persönlichen Geschichten von Einheimischen: Während wegen der steigenden Corona-Zahlen der zweite bundesweite Lockdown droht, planen die Grünen im Stadtrat für die Zeit nach der Krise. Sie möchten den Tourismus in Dresden und Umgebung neu erfinden.

"In der Vergangenheit sind viele Reiseziele durch den Massentourismus überstrapaziert worden", so der Sprecher für Wirtschaft, Torsten Schulze (50, Grüne). "Deshalb müssen wir umdenken, setzen vor allem auf Nachhaltigkeit und Qualität."

Noch sind die Pläne nicht in Stein gemeißelt - stattdessen gibt es Vorschläge und Ideen, die in den kommenden Monaten konkretisiert werden sollen: "Regionale Produkte und Erzeuger sollten stärker vermarktet, die Mobilitäts-Angebote verbessert werden", so Schulz weiter.

Es sei denkbar, bei der An- und Abreise mit dem ÖPNV einen Nachlass auf den Übernachtungspreis zu gewähren, in Hotels und Pensionen Bike-Sharing anzubieten.

Torsten Schulze (50, Grüne) setzt auf Nachhaltigkeit und Qualität.
Torsten Schulze (50, Grüne) setzt auf Nachhaltigkeit und Qualität.  © Norbert Neumann

Auch umliegende Stadtteile sollen etwas vom Tourismus abbekommen

Die Geschäftsführerin der Dresdner Marketing Gesellschaft, Corinne Miseer (44), möchte die Dresdner in die Tourismus-Angebote einbeziehen.
Die Geschäftsführerin der Dresdner Marketing Gesellschaft, Corinne Miseer (44), möchte die Dresdner in die Tourismus-Angebote einbeziehen.  © Norbert Neumann

Doch damit nicht genug! Um übervolle Zentren zu vermeiden, sollen die Tourismus-Angebote auf die umliegenden Stadtteile erweitert werden.

Eine gute Gelegenheit, auch Einheimische einzubeziehen: "Tourismus sollte immer im Einklang mit den Bewohnern geschehen," weiß Corinne Miseer (44) von der Dresdner Marketing Gesellschaft.

"Sie sind unsere besten Botschafter - und könnten zum Beispiel in den Stadtteilführungen ihre ganz persönlichen Geschichten erzählen. Das wäre schon etwas Besonders."

Titelfoto: Matthias Hiekel/ZB

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