Welche Regeln in Sachsen für Public Viewing gelten: So läuft Fußball-Rudelgucken in der Pandemie

Dresden - Kurz vor dem Start der Europameisterschaft am 11. Juni dürfen sich Fußball-Fans in Sachsen auf Public Viewing freuen - allerdings unter Corona-Bedingungen.

Tausende Fußballfans auf engem Raum ohne Masken und Abstand, solche Szenen wird es in diesem Sommer nicht geben. Gejubelt werden darf trotzdem - unter Coronabedingungen.
Tausende Fußballfans auf engem Raum ohne Masken und Abstand, solche Szenen wird es in diesem Sommer nicht geben. Gejubelt werden darf trotzdem - unter Coronabedingungen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Nach der derzeitigen Coronaverordnung des Landes sind Public-Viewing-Veranstaltungen möglich, solange ein Hygienekonzept vorliegt, wie das Sozialministerium Sachsen mitteilt.

Außerdem müssten die Veranstalter Auflagen wie Terminbuchungen, Testpflicht und Kontakterfassungen einhalten.

Die Verordnung ist noch bis einschließlich 13. Juni gültig - welche Regeln danach gelten, ist noch unklar.

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Auch Gastronomiebetriebe dürfen im normalen Betrieb die Spiele etwa auf Fernsehern und Leinwänden zeigen. Sie müssen sich dabei ebenfalls an die geltenden Regeln der Coronaverordnung halten, die je nach der Sieben-Tage-Inzidenz in der Region unterschiedliche Regeln vorsieht.

Zur Zeit halten sich viele Veranstalter und Gastronomen offenbar noch zurück. In Städten wie Leipzig, Dresden und Zwickau gibt es aktuell noch keine Anmeldungen für Events an beliebten Orten wie dem Augustusplatz in Leipzig.

In Dresden haben auch Gastronomen noch keine entsprechenden Anträge gestellt - dort müssen Bars, Kneipen und Restaurants Genehmigungen etwa aus Lärmschutzgründen einholen.

Gastronomen wollen Umsatz machen

Axel Hüpkes, Präsident des Dehoga-Landesverbands, ist dennoch optimistisch, dass gerade in Gebieten mit einer niedrigen Inzidenz die Gastronomen die Spiele in ihrem Außenbereich übertragen werden.

"Die Leute lechzen danach, mal wieder mit einem Bier draußen auf der Terrasse zu sitzen und den Sonnenschein zu genießen", sagte er.

Public Viewing sei ein Publikumsmagnet und die Gastronomen wollten jetzt Umsatz machen.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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