Emotionales Treffen: Ehemalige Patienten besuchen an Krebs erkrankte Kinder

Dresden - Mut spenden in einer besonders schweren Zeit: Die kleinen Krebspatienten der Kinder- und Jugendmedizin im Uniklinikum hatten am Freitag Besuch von Menschen, die im Kindesalter selbst an Krebs erkrankt waren.

Georg Teucher (31) von der Regenbogenfahrt, Krebspatient Lucas Glowka (10) und Andreas Führlich (35, Sonnenstrahl) bei der Übergabe der Mutperlen. Für die kleinen Patienten ein Highlight im Klinikalltag.
Georg Teucher (31) von der Regenbogenfahrt, Krebspatient Lucas Glowka (10) und Andreas Führlich (35, Sonnenstrahl) bei der Übergabe der Mutperlen. Für die kleinen Patienten ein Highlight im Klinikalltag.  © Christian Juppe

Mit der Regenbogenfahrt sammeln sie auf dem Fahrrad Spenden und überbringen ihren kleinen Mitstreitern Geschenke, die ihnen Kraft geben sollen.

"Es ist ein wunderbares Gefühl, nach unserem letzten Besuch 2015 heute erneut Mut und Hoffnung zu spenden. Ich selbst habe dies 1994 als Patient des Dresdner Uniklinikums empfangen dürfen und während der Therapie dadurch Kraft getankt", sagt Andreas Führlich (35).

Er ist Vorsitzender des Vereins Sonnenstrahl und weiß genau, wie es den Kleinen geht. "Für die Betroffenen sind wir ehemaligen Patienten das lebende Beispiel, dass man die Erkrankung meistern und danach wieder sportlich aktiv sein kann, trotz möglicher Einschränkungen. Dabei geben wir aber auch den Eltern Stärke und Zuversicht bei der Unterstützung im Kampf gegen den Krebs."

Für Kristin Glowka (34), Mutter des zehn Jahre alten Lucas, ist der Termin wichtig. "Zu sehen, dass andere Betroffene es geschafft haben, ist für meinen Sohn ein wichtiges Signal, genau wie für die anderen Kinder."

Lucas leidet an Neurofibromatose, einer Multiorganerkrankung. Die Ablenkung vom Krankenhaus tat dem Grundschüler gut. "In acht Jahren, wenn ich alt genug bin, will ich selbst mitfahren bei der Regenbogenfahrt und anderen Mut machen", sagt Lucas.

Die Armbänder sollen den jungen Krebspatienten Mut machen, den Kampf mit der schlimmen Krankheit aufzunehmen.
Die Armbänder sollen den jungen Krebspatienten Mut machen, den Kampf mit der schlimmen Krankheit aufzunehmen.  © Christian Juppe

"Dieses Jahr haben wir gemeinsam den Grundstein für eine Transitionssprechstunde gelegt, in der wir Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die von einer Krebserkrankung geheilt werden konnten, weiter versorgen", sagt Julia Hauer (42), Leiterin der Kinderonkologie.

"Gerade für diese Patienten ist die Regenbogenfahrt, initiiert durch ehemalige Betroffene, von großer Bedeutung und hat zudem Vorbildcharakter."

Titelfoto: Christian Juppe

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