Geschniegelte Anlage oder Urwald? Streit um "neuen" Albertpark

Dresden - Exakte Rasenkante und klar definierte Wege oder eine fast natürliche Wildnis? Im Rat wird gerade heftig über die zukünftige Entwicklung des kommunalen Albertparkes gestritten. Noch vor der Sommerpause soll eine Entscheidung fallen.

Wald oder Park? Der Rat entscheidet zum Albertpark samt Waldspielplatz.
Wald oder Park? Der Rat entscheidet zum Albertpark samt Waldspielplatz.  © Ove Landgraf

Der 118 Hektar große Albertpark umfasst die Heide zwischen Radeberger Vorstadt und den Elbschlössern und ist seit 1899 städtisch.

Bekannt ist zum Beispiel der Waldspielplatz.

Aktuell werden die Wälder unter anderem forstwirtschaftlich genutzt.

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Ein Antrag von Grünen und SPD will Baumfällungen zukünftig nahezu unmöglich machen. Eine "naturnahe Entwicklung" soll stattdessen beschlossen werden.

Doch es gibt Kritik: "Wir sind über den Antrag entsetzt. Verwildern lassen ist keine Option. Wir wünschen uns einen naturbelassenen Park, ähnlich dem Fürst-Pückler-Park", sagt CDU-Chef Peter Krüger (60).

Die Grünen halten am ursprünglichen Plan fest. Rat Wolfgang Deppe (66): "Die CDU fordert vor Ort selbst ein waldpädagogisches Zentrum - doch welchen Sinn macht dies in einem Park?"

Will ein naturnahes Walderlebnis: Grüne-Rat Wolfgang Deppe (66).
Will ein naturnahes Walderlebnis: Grüne-Rat Wolfgang Deppe (66).  © Steffen Füssel

Dissident Johannes Lichdi (57): "Im Albertpark könnte nahe an der Stadt gezeigt werden, wie echter 'Wald' eigentlich aussieht. Spielplätze und Tierpark würden nicht gefährdet, sondern aufgewertet."

Titelfoto: Ove Landgraf

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