Gratis-Corona-Test mit 331 Freiwilligen: Mund auf für ein bisschen Sicherheit

Dresden - Corona-Test gratis für alle - mit diesem Angebot (TAG24 berichtete) hat das Rathaus ins Schwarze getroffen. Eine halbe Stunde, bevor das neue Testzentrum auf dem Messe-Gelände Montagmittag öffnete, wartete bereits eine lange Schlange Freiwilliger vor dem Eingang.

Schlange stehen für den kostenlosen Corona-Test. Schon vor der Öffnung des Testzentrums warteten viele Freiwillige vor der Messe Dresden.
Schlange stehen für den kostenlosen Corona-Test. Schon vor der Öffnung des Testzentrums warteten viele Freiwillige vor der Messe Dresden.  © Eric Münch

TAG24-Reporter Alexander Buchmann (34) war dabei - und hat auch gleich einen Test gemacht.

"Ich arbeite in einer sozialen Einrichtung und habe Symptome. Mein Arbeitgeber hat mir empfohlen herzukommen", sagt ein Mann. Ein Stück weiter steht ein Sozialpädagoge, der Kontakt zu einem Positiv-Getesteten hatte und nun Gewissheit will.

Auch Rita (72) und Klaus-Peter Pfeiffer (77) sind zum Testzentrum gekommen. "Wir sind schon älter, kommen beim Impfen aber noch nicht dran. Jetzt wollen wir wissen, ob wir gesund sind", so das Paar.

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Student Theo (21) will heute seine Großeltern besuchen. Sein Mitbewohner Max (25) ist gleich mitgekommen. Weil Max seine Großeltern aber erst am Donnerstag besucht, will er sich noch einen Test im Einzelhandel kaufen.

Das hatte auch Aileen Twupack (23) überlegt. "Bei den Angeboten der Discounter bin ich aber unsicher. Den Test lasse ich lieber von den Profis machen", sagt sie. Bis man bei denen angekommen ist, konnte es gestern eine gute halbe Stunde dauern.

Die erste Station war die Anmeldung. Hier muss der Ausweis vorgelegt und eine Einverständniserklärung ausgefüllt werden.
Die erste Station war die Anmeldung. Hier muss der Ausweis vorgelegt und eine Einverständniserklärung ausgefüllt werden.  © Eric Münch
50 Tests pro Stunde schaffen die Mitarbeiter der Johanniter.
50 Tests pro Stunde schaffen die Mitarbeiter der Johanniter.  © Eric Münch
Ein gutes Gefühl: Der Test von TAG24-Reporter Alexander Buchmann (34) ist negativ.
Ein gutes Gefühl: Der Test von TAG24-Reporter Alexander Buchmann (34) ist negativ.  © privat

Corona-Test: Abstrich mit Wattestäbchen weit weniger unangenehm als befürchtet

Der Abstrich im Rachen geht schnell und ist kaum zu spüren.
Der Abstrich im Rachen geht schnell und ist kaum zu spüren.  © Eric Münch

Los geht's mit der Anmeldung in einem Zelt der DVB, das die Johanniter für das Testzentrum ausgeliehen haben. Wer sich den Test-Bescheid von der Website der Stadt runtergeladen und ausgefüllt hat, kann hier Zeit sparen. Danach folgt der Test.

Der läuft so: Kopf in den Nacken, Mund auf, Zunge raus und "A" sagen.

Der Abstrich mit dem Wattestäbchen im Rachen dauert gefühlt nur eine Sekunde und ist weit weniger unangenehm als befürchtet. Dann heißt es etwa 15 Minuten warten.

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In dem beheizten Wartezelt macht sich augenscheinlich niemand Sorgen, auch ich nicht. Dann kommt das Ergebnis: negativ. Puuh - ein schönes Gefühl.

Fällt der Test so aus, kann man beruhigt nach Hause gehen. Ist er positiv, muss zur Absicherung noch ein sogenannter PCR-Test gemacht werden, was vor Ort erledigt werden kann. Bei etwa 10 von insgesamt 331 war das nötig.

Vor dem Besuch bei den Großeltern lassen sich Theo (21, l.) und sein Mitbewohner Max (25) sicherheitshalber testen.
Vor dem Besuch bei den Großeltern lassen sich Theo (21, l.) und sein Mitbewohner Max (25) sicherheitshalber testen.  © Eric Münch
Aileen Twupack (23) will sich von Profis testen lassen, hat Töchterchen Alessia (5) mitgebracht.
Aileen Twupack (23) will sich von Profis testen lassen, hat Töchterchen Alessia (5) mitgebracht.  © Eric Münch
Rita (72) und Klaus-Peter Pfeiffer (77) wollen wissen, ob sie gesund sind.
Rita (72) und Klaus-Peter Pfeiffer (77) wollen wissen, ob sie gesund sind.  © Eric Münch

Johanniter wollen Kapazität für Corona-Tests verdoppeln

"500 Schnelltests und genauso viele PCR-Tests können zum Start pro Tag durchgeführt werden", erklärt Roy-Udo Heim (31) von den Johannitern. In den nächsten ein bis zwei Wochen soll sich die Kapazität aber verdoppeln.

Weil das für eine Stadt wie Dresden aber viel zu wenig ist, kündigt Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Kaufmann (44, Linke) weitere Testmöglichkeiten an. Dazu wolle man unter anderem mit den über 140 Dresdner Apotheken und großen Unternehmen sprechen.

Titelfoto: Eric Münch

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