Großmagier "Hellorder" weicht wegen Corona auf YouTube aus

Großenhain - Von ganz groß auf handklein: Magier "Hellorder" alias Milko Bräuer hat seine Monumental-Illusionen verschrottet und setzt nun auf Close-up-Tricks. Das Umdenken ist kein fauler Zauber. Es ist vielmehr einem Corona-Jahr ohne Auftrittsmöglichkeiten geschuldet.

Milko Bräuer zaubert seit Corona in seiner Werkstatt auch vor der Videokamera.
Milko Bräuer zaubert seit Corona in seiner Werkstatt auch vor der Videokamera.  © Eric Münch

"Ich habe Elefanten verschwinden und Autos schweben lassen", sagt Milko in seiner Großenhainer Zauberwerkstatt. "Doch für diese großen Illusionen gibt es keine Bühnen und Aufträge mehr."

Alles muss eine Nummer kleiner sein. Die Requisiten für die XXL-Illusionen hat Milko schweren Herzens verschrottet. "Es steckt mein Wissen und meine Arbeit drin. Deshalb kann ich sie auch nicht verkaufen." Ein Zauberer verrät keine Geheimnisse.

Den gewonnenen Platz hat Milko genutzt - als Studio für Videodrehs. Im Online-Zaubern sieht Bräuer einen Teil seiner Zukunft.

"In Videos von maximal dreieinhalb Minuten erzähle ich Geschichten wie die Geburt eines Virus im Labor von Herrn Drossie." Zu sehen auf seinem YouTube-Kanal "MagicHellorder". Nicht zu sehen ist das Training, das dahinter steckt.

"Mit Close-up-Tricks ganz nah am Zuschauer oder dem Kameraauge zu arbeiten, erfordert andere Fingerfertigkeiten als eine Großillusion", weiß Bräuer. Doch das neu entdeckte Steckenpferd kann Live-Auftritte nicht ersetzen.

Illusionen wie ein schwebendes Auto gehören der Vergangenheit von Magier "Hellorder" an
Illusionen wie ein schwebendes Auto gehören der Vergangenheit von Magier "Hellorder" an  © PR/Milko Bräuer

"Das letzte Mal stand ich im Januar 2020 bei der Dinner-Show im Kurländer Palais auf der Bühne. Jetzt hoffe ich, dass viele vertragliche Termine, die verschoben wurden, nun auch stattfinden können."

Titelfoto: Eric Münch

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