Haushaltsklausur in Dresden: Koalition zofft sich um neue Schulden

Dresden - Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann (57, CDU) lehnt eine weitere Schuldenaufnahme ab.

Was geht - trotz Corona: Finanzminister Hartmut Vorjohann (57, l.) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, beide CDU) vor der gestrigen Haushaltsklausur.
Was geht - trotz Corona: Finanzminister Hartmut Vorjohann (57, l.) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, beide CDU) vor der gestrigen Haushaltsklausur.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Anders sieht dies Dirk Panter (46) vom Koalitionspartner SPD: "Kredite sichern unsere Leistungsfähigkeit und unsere Einnahmen in den kommenden Jahren" - wenn die vorhandenen Haushaltsmittel nicht ausreichen.

Die beiden unterschiedlichen Haltungen trafen am Montag bei der Haushaltsklausur in der sächsischen Staatskanzlei in Dresden aufeinander.

Debattiert wurde der Doppelhaushalt 2021/22.

Für beide Jahre stehen nach Vorabmeldungen jeweils rund 21 Milliarden Euro zur Verfügung.

Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann (57, CDU) lehnt eine weitere Schuldenaufnahme ab.
Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann (57, CDU) lehnt eine weitere Schuldenaufnahme ab.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Schulden wird die Staatsregierung voraussichtlich aber ohnehin aufnehmen - bis sechs Milliarden Euro, und zwar zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Das "Normalgeschäft" müsse aber ohne Kredite funktionieren, so Vorjohann.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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