Hitzkopf fährt Politesse an und "verhaftet" Rentner, nun wird es teuer

Dresden - Ganz schön hitzköpfig! Gleich zwei Mal fiel Sven M. (32) am Ortsamt Altstadt in Dresden unangenehm auf. Wegen Körperverletzung, Amtsanmaßung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte kassierte der IT-Berater nun am Amtsgericht Dresden eine saftige Geldstrafe.

Der IT-Berater Sven M. (32) agierte vorm Ortsamt recht hitzköpfig.
Der IT-Berater Sven M. (32) agierte vorm Ortsamt recht hitzköpfig.  © Steffen Füssel

Fall 1: Sven fuhr im Seat ins enge Malergäßchen, wo Politesse Franziska K. (30) gerade dabei war, einen Falschparker abschleppen zu lassen. Prompt wich er auf den Fußweg aus, wollte vorbei. "Ja. Diese Ordnungswidrigkeit tut mir leid", so der Angeklagte, der immerhin noch eine Entschuldigung für die Politesse nachschob. 

Die hatte er nämlich zwei Mal touchiert, ihre Aufforderungen, sich wieder hinter den Abschlepper zu stellen, ignoriert.

Fall 2: Diesmal stand sein Auto mit laufendem Motor direkt vorm Amt. "Lange Zeit auf einem Behindertenparkplatz", so ein Rentner (64), selbst hundert Prozent schwerbehindert, der dort zu tun hatte. 

Der Senior: "Ich wollte das Autokennzeichen fotografieren, um das dem Amt zu melden." Sven aber fuhr dem Rentner geradezu ins Bild, wurde mit Victory-Zeichen geknipst und flippte aus. 

"Ich wollte das Recht an meinem eigenen Bild sichern", so der Angeklagte, der dem Rentner nachsetzte, sich als Ermittlungsbeamter ausgab und ihm dessen Verhaftung erklärte. "Erst als ich mich vor lauter Angst entschuldigte, ließ er mich ziehen", so das Opfer.

Nun muss der rabiate Autofahrer 5400 Euro Strafe zahlen. Übrigens: Sven M. war seinerzeit dort immer unterwegs, weil er die Gattin von der Arbeit im Amt abholen wollte - eine Politesse ...

Titelfoto: Steffen Füssel

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