Höhere Kita-Kosten: Ausschuss lehnt Gebühren-Hammer ab

Dresden - Aufatmen bei allen Eltern: Der vom Rathaus geplante Gebühren-Hammer bei den Kita-Gebühren wird nicht kommen. Der Plan fiel bei den Räten im Ausschuss ohne Ja-Stimme durch. Stattdessen wird an einer Alternative gearbeitet.

Stadtrat Torsten Nitzsche (45, Freie Wähler).
Stadtrat Torsten Nitzsche (45, Freie Wähler).  © Eric Münch

Mit Beginn des neuen Jahres würden Eltern demnach zwar mehr zahlen, die Kosten blieben aber mindestens 67 (Krippe) bzw. 42 Euro (Kindergarten) pro Jahr unter den durch die Stadt geplanten Höchstsätzen.

Hinter diesem Kompromiss stehen Grüne, CDU und FDP. Eine Horror-Erhöhung von 217 auf 280 Euro (Krippe) wäre vom Tisch.

"Eine gute Kinderbetreuung mit Tariflohn für Erzieher muss auch durch die Eltern angemessen bezahlt werden", begründet Torsten Schulze (50, Grüne) den Kompromiss. Ein Drittel aller Elternhäuser zahlten zudem keinen oder einen reduzierten Beitrag.

Gut möglich, dass es am Ende noch weniger wird. Freie Wähler und Linke wollen komplett verzichten. 

"Wir sind gegen eine Erhöhung. Daran festzuhalten ist ein Fehler des OB", sagt Torsten Nitzsche (45, Freie Wähler).

Sehr wahrscheinlich steigen die Kita-Gebühren in Dresden deutlich geringer als vom Rathaus gefordert.
Sehr wahrscheinlich steigen die Kita-Gebühren in Dresden deutlich geringer als vom Rathaus gefordert.  © 123RF/rawpixel

Nitzsche kritisiert, dass OB Hilbert, obwohl die hohen Gebühren keine Mehrheiten finden werden, diese im Haushaltsentwurf lässt. "Das gleicht Erpressung."

Titelfoto: 123RF/rawpixel

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