Inzidenz über 100: Dresden verschärft die Corona-Regeln - muss nun wieder alles schließen?

Dresden - Am heutigen Samstag meldete das RKI eine Sieben-Tage-Inzidenz von 123,6 in der Landeshauptstadt. Zum dritten Mal in Folge lag diese damit über 100. Die Stadt gab daher bekannt, dass ab Dienstag, den 30. März, strengere Corona-Regeln gelten.

In Dresden gelten ab der kommenden Woche neue Corona-Regelungen.
In Dresden gelten ab der kommenden Woche neue Corona-Regelungen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung sieht die Verschärfung der Regeln bei anhaltend hoher Inzidenz vor.

Konkret betrifft das ab dem 30. März:

  • Kontaktbeschränkungen: Treffen sind nur noch zwischen Angehörigen eines Hausstandes und Personen eines weiteren Haushaltes erlaubt. Kinder unter 15 Jahren werden nicht berücksichtigt.
  • Ausgangsbeschränkungen: Nur mit einem triftigen Grund darf der eigene Wohnraum verlassen werden, zum Beispiel für Versorgungsgänge, den Weg zur Arbeit oder der Schule.
  • Alkoholverbot: In einem Großteil der Innenstadt sowie in Parks, im Haltestellenbereich oder vor gastronomischen Einrichtungen darf kein Alkohol konsumiert werden.

Die Öffnungen, welche seit dem 8. beziehungsweise 15. März gelten, werden nicht aufgehoben.

Die Geschäfte bleiben offen. Click & Meet sowie Click & Collect sind somit weiterhin möglich!

In diesen Gebieten gilt das Alkoholverbot

Das Alkoholverbot gilt rund um den Hauptbahnhof (l. u.), über die Prager Straße, der Altstadt (l.o.), der Augustusbrücke, dem Albertplatz bis hin zur Neustadt.
Das Alkoholverbot gilt rund um den Hauptbahnhof (l. u.), über die Prager Straße, der Altstadt (l.o.), der Augustusbrücke, dem Albertplatz bis hin zur Neustadt.  © Screenshot: Stadt Dresden
Auch die Innere Neustadt sowie der Alaunpark ist von dem Alkoholverbot betroffen.
Auch die Innere Neustadt sowie der Alaunpark ist von dem Alkoholverbot betroffen.  © Screenshot: Stadt Dresden

Oberbürgermeister Hilbert: Jetzt alles schließen, ist nicht erklärbar!

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (49, FDP) hat sich dazu entschlossen, die Geschäfte in Dresden offenzulassen.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (49, FDP) hat sich dazu entschlossen, die Geschäfte in Dresden offenzulassen.  © Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (49, FDP) rechtfertigte diese Entscheidung. Der Grund ist, dass es bereits einen Entwurf für die am 1. April in Kraft tretende neue Corona-Schutz-Verordnung in Sachsen gibt.

Diese ist nicht mehr so starr an Inzidenzen gebunden. Nach der aktuellen Verordnung müsste in Dresden nun alles schließen. Laut dem Entwurf der eintretenden Verordnung ab dem 1. April könnte ab dem 6. April allerdings alles wieder - unabhängig von der Inzidenz - öffnen. Hilbert bezeichnete dies als nicht erklärbar.

Er möchte daher den Kabinettsbeschluss für die neue Corona-Schutz-Verordnung abwarten.

Zu finden sind die aktuellen Regelungen detailliert auf dresden.de/corona.

Dort ist auch zu lesen, dass die verschärften Regeln außer Kraft treten, wenn an drei aufeinander folgenden Tagen die Inzidenz von 100 unterschritten wird.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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