Immer mehr Hunde! In Dresden liegt der treue Freund im Trend


Dresden - In Elbflorenz leben immer mehr Menschen mit einem Hund an ihrer Seite. Zehn Zahlen mit Wau!-Faktor.

Alice (27) und Markus (28) sind mit Zwergspitz Dexter (2) glücklich in der Johannstadt. Alice wünscht sich, dass die Stadt künftig beim Festlegen der Hundesteuer die Größe des Hundes mit berücksichtigt: "Diese Differenzierung wäre nur fair."
Alice (27) und Markus (28) sind mit Zwergspitz Dexter (2) glücklich in der Johannstadt. Alice wünscht sich, dass die Stadt künftig beim Festlegen der Hundesteuer die Größe des Hundes mit berücksichtigt: "Diese Differenzierung wäre nur fair."  © Holm Helis

15 .700 Hunde waren 2019 von ihren Haltern angemeldet worden. Zum Vergleich: 2008 registrierte das Rathaus etwa 11 700 Hunde in der Stadt. Zehn Jahre später waren es bereits 14 000 Tiere.

108 Euro Hundesteuer sind in Dresden jährlich für den ersten Hund im Haushalt fällig. Für den zweiten Hund erhöht sich die Summe auf 144 Euro pro Jahr.

222 Hunde sind im Stadtgebiet von der Steuer befreit, weil sie ihren Herrchen und Frauchen zu Diensten stehen als Blindenführhunde oder Therapie- und Servicehunde. 19 Hunde werden von staatlich bestätigten Jagdaufsehern geführt.

Bis zu 10 .000 Euro Bußgeld drohen nach § 12 Abs. 2 der Hundesteuersatzung, wenn man keine Hundemarke für seinen Vierbeiner vorweisen kann.

Gerd Köchlin (72) spaziert mit Airedale-Terrier-Hündin Sissy (8) gern an der Elbe. Der Rentner findet Dresden "halbwegs hundefreundlich". Er ärgert sich über: Hundehalter, die den Kot ihrer Tiere nicht beseitigen und Mitbürger, die Hunden mit Hass begegnen.
Gerd Köchlin (72) spaziert mit Airedale-Terrier-Hündin Sissy (8) gern an der Elbe. Der Rentner findet Dresden "halbwegs hundefreundlich". Er ärgert sich über: Hundehalter, die den Kot ihrer Tiere nicht beseitigen und Mitbürger, die Hunden mit Hass begegnen.  © Holm Helis

Über 1,4 Mio. Euro nahm die Stadt im vergangenen Jahr durch die Hundesteuer ein. Das Geld fließt in den Haushalt der Stadt ein - ohne Zweckbindung.

• 57 Hundebeutelspender betreibt die Stadt. Etwa 60 zusätzliche Hundetoiletten haben Wohnungsbaugenossenschaften eingerichtet. Die Stadtverwaltung bestückt ihre Spender jährlich mit 1,2 Millionen Kotbeuteln. Die Aufstellung weiterer "Hunde-Klos" im öffentlichen Verkehrsraum plant man in absehbarer Zeit nicht.

Über 26. 000 Euro jährlich laufen bei der Stadt als Kosten für die Kotbeutel auf (inklusive Bestückung der Spender). Hinzu kommen jährlich noch zwischen 500 und 1 500 Euro für Reparaturen und das Beseitigen von Schäden durch Vandalismus.


Anne (30) hat die rumänischen Straßenhunde Nuniqu und Iona zu sich geholt. Sie fordert die Stadt auf, mehr Mülleimer und Kotbehälter aufzustellen - vor allem an den beliebten Elbwiesen zwischen Fährgarten und Blauem Wunder.
Anne (30) hat die rumänischen Straßenhunde Nuniqu und Iona zu sich geholt. Sie fordert die Stadt auf, mehr Mülleimer und Kotbehälter aufzustellen - vor allem an den beliebten Elbwiesen zwischen Fährgarten und Blauem Wunder.  © Holm Helis

Bis zu 1000 Euro Strafe drohen, wenn ein Hundebesitzer die Exkremente seines Tieres in der Öffentlichkeit nicht beseitigt. Laut Polizeiverordnung hat das unverzüglich zu erfolgen. Jeder Hundeführer muss dazu ein geeignetes Behältnis mit sich führen und auf Verlangen den Vollzugskräften auch vorweisen.

45 American Staffordshire Terrier, 12 Bullterrier, 9 Pitbull Terrier und drei Kreuzungen untereinander - sogenannte gefährliche bzw. vermutet gefährliche Hunde - leben nach Erkenntnissen des Ordnungsamtes in der Stadt.

171 Sachkundeprüfungen zum Führen eines sogenannten Kampfhundes hat die Stadt seit 2000 und damit seit der Einführung des Gesetzes zum Schutze der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden abgenommen.

Titelfoto: Holm Helis

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