Immer mehr Wohnungen werden Dresdner Mietern vorenthalten!

Dresden - Wohnungen sind zum Wohnen da, das sagt schon der Name. In Dresden werden aber Tausende zweckentfremdet und anderweitig genutzt. Das geht aus einer Studie im Auftrag der Stadt hervor, die nun im Sozialausschuss vorgestellt wurde.

Die Zahl der Ferienwohnungen in Dresden steigt.
Die Zahl der Ferienwohnungen in Dresden steigt.  © picture alliance/dpa

Das Ergebnis: Neben etwa 3800 gewerblich genutzten Wohnungen, beispielsweise für Kanzleien und Arztpraxen, werden 1150 bis 1300 als Ferienwohnungen genutzt. 

Letztere bilden damit zwar nur 0,4 Prozent des gesamten Wohnungsbestands, konzentriert sich aber in der Altstadt (3,6 Prozent des Bestandes) sowie die Äußere und die Innere Neustadt (2,1 bzw. 1,6 Prozent).

Die Zahlen erscheinen zwar gering, sind in den vergangenen vier Jahren allerdings um 50 Prozent gestiegen. "Dass unsere Stadt Gäste und Touristen aus aller Welt anzieht, freut uns natürlich", sagt Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (43, Linke). 

Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann will über Zweckentfremdungsverbot sprechen

Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (43, Linke) will die Zweckentfremdung notfalls verbieten.
Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (43, Linke) will die Zweckentfremdung notfalls verbieten.  © Petra Hornig

"Sollte immer mehr Wohnraum durch Umwidmung verloren gehen, werden wir mit der Landesregierung über ein Zweckentfremdungsverbot sprechen.“ 

Das soll zuallererst in Stadtteilen gelten, in denen viele Ferienwohnungen vorhanden und die Mieten überdurchschnittlich hoch sind.

Unterstützung kommt von der SPD. "Bezahlbarer Wohnraum in der Neustadt und der Altstadt ist jetzt schon Mangelware.

Jede Wohnung, die dort dem Wohnungsmarkt als Ferienwohnung entzogen wird, fehlt", sagt Vincent Drews (32). 

Titelfoto: picture alliance/dpa/Petra Hornig

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