Impfpflicht ab heute, doch in Dresden hapert's mit dem Meldeportal

Dresden - Seit Mittwoch gilt in Deutschland die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Für ungeimpftes Personal in der Pflege oder im medizinischen Bereich bedeutet das eigentlich, dass sie nicht mehr arbeiten dürfen - es sei denn, die Versorgung ist nicht mehr gewährleitet.

Wie viele Pflegekräfte in Dresden gegen Corona geimpft sind, ist weiter unklar.
Wie viele Pflegekräfte in Dresden gegen Corona geimpft sind, ist weiter unklar.  © Waltraud Grzbitzsch/dpa

Wie viele Menschen davon in Dresden betroffen sind, ist aber weiter unklar. Denn das elektronische Meldeportal ist noch nicht einmal freigeschaltet.

Während das Sächsische Sozialministerium auf TAG24-Anfrage mitteilt, dass man die Komponenten fristgerecht geliefert habe und das System in Leipzig und Bautzen bereits laufe, soll es nach Rathausangaben in Dresden erst am Freitag starten.

Der Grund für die Verzögerung soll allerdings nicht im Rathaus liegen. So hieß es Mittwochabend aus dem verantwortlichen Eigenbetrieb IT-Dienstleistungen, dass das Software-Update für das Meldeportal erst sehr spät gekommen sei und man dabei sei, die Software zu installieren.

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"Um aber einen sicheren Betrieb dieser Softwarelösung für die Nutzer zu gewährleisten, ist ein Inbetriebnahmepuffer bis Freitag für die Produktivsetzung notwendig", teilt das Rathaus mit.

Weil die Einrichtungen für die Meldung ungeimpfter Mitarbeiter nach dem Start zwei Wochen Zeit haben, wird so schnell erst einmal nichts passieren. Denn die Meldungen müssen dann ja noch vom Gesundheitsamt bearbeitet werden.

Seit Mittwoch gilt die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Folgen hat sie aber noch nicht.
Seit Mittwoch gilt die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Folgen hat sie aber noch nicht.  © IMAGO/Bihlmayerfotografie

Einzige Ausnahme: Alle, die seit heute erstmalig tätig werden, brauchen den Impfnachweis. Ohne den ist keine Beschäftigung möglich.

Titelfoto: Waltraud Grzbitzsch/dpa

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