Sie sind die Schneemacher von Dresden

Dresden - Sie sind die Schnee-Macher vom Skiweltcup! Seit Mitte Oktober wird in einer Halle am Flughafen schon fleißig Schnee für den Dresdner Sprint-Weltcup produziert.

Eine Schraube befördert den produzierten Schnee von der Kältemaschine in die Halle.
Eine Schraube befördert den produzierten Schnee von der Kältemaschine in die Halle.  © Lutz Hentschel

Damit die Maschinen auch wirklich ununterbrochen laufen und am Ende rund 4500 Kubikmeter Schnee ausspucken, braucht es Helfer mit jeder Menge Engagement.

Die hat das Skiweltcup-Team in den Mitgliedern der SG Klotzsche gefunden. "Wir gehören alle zur Abteilung Biathlon/Ski", erzählt Kathrin Kaiser (56). "Zweimal am Tag muss jemand vor Ort sein und nachschauen, ob alles reibungslos funktioniert." Kaiser arbeitet am Flughafen, schaut jeweils vor und nach ihrem Dienst nach dem Rechten.

Auch Andreas Löw (49) und Ludwig Lehmann (31) kümmern sich regelmäßig nach ihrer Arbeit darum, dass die "Snow Factory", so heißen die beiden Schneeanlagen, läuft. "Es muss Salz nachgefüllt werden, vereiste Teile befreien wir vom Eis", so Löw.

Auch für die Technik sind sie zuständig. "Wir haben eine Kamera installiert, können jederzeit, auch wenn keiner von uns vor Ort ist, schauen, ob alles läuft", erklärt Lehmann.

Dass sich die drei und ihre Vereinskollegen in ihrer Freizeit ehrenamtlich um den Schnee kümmern, sei nicht selbstverständlich, sagt Daniela Möckel (24) vom Skiweltcup. "Ohne die Hilfe der Ehrenamtlichen wäre ein Event wie dieses nicht möglich. Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung."

Vom 19. bis 20. Dezember steigt am Dresdner Elbufer der Skiweltcup.
Vom 19. bis 20. Dezember steigt am Dresdner Elbufer der Skiweltcup.  © Eric Münch
Die beiden "Snow Factory"-Container produzieren Tag und Nacht den Schnee, der in einer Halle am Flughafen gelagert wird, bis er Mitte Dezember abtransportiert wird.
Die beiden "Snow Factory"-Container produzieren Tag und Nacht den Schnee, der in einer Halle am Flughafen gelagert wird, bis er Mitte Dezember abtransportiert wird.  © Lutz Hentschel
Andreas Löw (49) überwacht die Kältemaschine in einem Lkw-Auflieger neben der Halle.
Andreas Löw (49) überwacht die Kältemaschine in einem Lkw-Auflieger neben der Halle.  © Lutz Hentschel
Ludwig Lehmann (31) mit den Säcken voller Brezelsalz, das die Maschinen zur Schnee-Produktion brauchen.
Ludwig Lehmann (31) mit den Säcken voller Brezelsalz, das die Maschinen zur Schnee-Produktion brauchen.  © Lutz Hentschel
Ludwig Lehmann (31), Andreas Löw (49) und Kathrin Kaiser (56, v.l.) sind drei von insgesamt sieben freiwilligen Helfern des SG Klotzsche.
Ludwig Lehmann (31), Andreas Löw (49) und Kathrin Kaiser (56, v.l.) sind drei von insgesamt sieben freiwilligen Helfern des SG Klotzsche.  © Lutz Hentschel

Bis zum 16. Dezember müssen die 4500 Kubikmeter Schnee fertig sein, dann wird das "weiße Gold" ans Elbufer transportiert und die Strecke präpariert. Tickets für den Skiweltcup (19./20. Dezember) gibt's übrigens bereits, Preis: ab 7,50 Euro.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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