In Sachsen bleiben Schulen und Kitas wohl vorerst zu

Dresden - Sachsen will sich nicht auf den Zeitpunkt für eine Öffnung von Schulen und Kitas in der Corona-Krise festlegen.

Im Freistaat unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder der Unterricht.
Im Freistaat unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder der Unterricht.  © Sebastian Kahnert/dpa

"Wir müssen mit Eltern und Lehrern, aber auch mit Kindergärtnerinnen und Kindergärtnern darüber sprechen, dass für einen gewissen Zeitraum die Einrichtungen geschlossen bleiben, um einfach das Bewegungsgeschehen weiterhin zu reduzieren", erklärte Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) am Montag im ARD-Morgenmagazin. Das sei die Erfahrung vom Lockdown-Light.

Und weiter: "Geöffnete Geschäfte, geöffnete Schulen bedeuten soviel Bewegung, soviel Möglichkeiten, sich gegenseitig anzustecken, ohne das zu merken."

Deswegen sollte man jetzt am Anfang etwas konsequenter sein, um dann möglicherweise Lockerungen zu haben, die man nicht mehr zurücknehmen muss.

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Kretschmer hatte sich bereits am Sonntag für über den 10. Januar hinaus verlängerte Einschränkungen ausgesprochen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will kein Ansteckungsrisiko durch Kitas und Schulen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will kein Ansteckungsrisiko durch Kitas und Schulen.  © Peter Endig/dpa

Verlängerung des Lockdowns unvermeidbar

Durch den Lockdown im Dezember habe man zwar den rapiden Anstieg der Neuinfektionen abbremsen können. Man dürfe sich aber nicht in einer falschen Sicherheit wiegen: "Ich plädiere statt einem Hü und Hott zwischen Lockerungen und Beschränkungen dafür, konsequent zu sein und Nervenstärke zu haben", sagte Kretschmer. "Eine Verlängerung des Lockdowns in Sachsen bis mindestens Ende Januar ist daher unvermeidbar."

Am Dienstag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über die seit Mitte Dezember geltenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens entscheiden.

Titelfoto: Montage: Sebastian Kahnert/dpa, Peter Endig/dpa

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