Jetzt wird auch im Rathaus gendergerecht geschrieben

Dresden - Jetzt kommt die gendergerechte Sprache auch im Rathaus an.

Die Sprache im Rathaus soll gendergerecht werden.
Die Sprache im Rathaus soll gendergerecht werden.  © Holm Helis

Nachdem bislang lediglich auf die Gleichberechtigung von Frauen und Männern geachtet wurde, sollen nun Sprachformen verwendet werden, "die für alle Geschlechter anschlussfähig sind".

Das geht aus der Antwort von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (48, FDP) auf eine Anfrage von Stadträtin Susanne Dagen (48, Freie Wähler) hervor.

Dazu hat das Rathaus seit Ende 2018 die Broschüre "Geschlechtergerechte Sprache in der Verwaltung" überarbeiten lassen. Die alte sei aus dem Jahr 2007 und mittlerweile teilweise veraltet, sagt Rathaus-Sprecher Kai Schulz.

Die neue Version, die durch die eigenen Mitarbeiter überarbeitet wurde und deshalb keine Extrakosten verursacht hat, wurde vom OB vergangene Woche bestätigt.

Verpflichtend ist deren Gebrauch allerdings nicht, da es sich nicht um eine Verordnung oder Dienstanweisung handelt.

Im Schriftverkehr und bei Verordnungen sollen nicht mehr nur Frauen und Männer angesprochen werden.
Im Schriftverkehr und bei Verordnungen sollen nicht mehr nur Frauen und Männer angesprochen werden.  © Sebastian Gollnow/dpa

Die Allgemeine Dienstanweisung aus dem Jahr 2004 sieht weiterhin lediglich die Gleichberechtigung von Frauen und Männern vor.

Titelfoto: Holm Helis, Sebastian Gollnow/dpa

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