Kalte Dusche! Öltanker schiebt Opel ins Badezimmer: "Wir hatten Glück"

Zittau - Es ist eine Katastrophe - und doch hätte es noch viel schlimmer kommen können: Am Montagmorgen riss ein lautes Krachen ein Ehepaar in Eibau aus der morgendlichen Gemütlichkeit. Ein Öl-Anhänger war in ihr Erdgeschoss gebrettert!

Der weinrote Opel Zafira hatte gegen den übermächtigen Öltanker keine Chance.
Der weinrote Opel Zafira hatte gegen den übermächtigen Öltanker keine Chance.  © xcitepress

Allen Bewohnern geht es körperlich gut, das ist für Andrea (58) und Roland Eberhard (58) erstmal das Wichtigste. 

"Die Katzen und das Vogelküken konnten wir retten", sagt die Mitarbeiterin eines IT-Unternehmens. "Anziehsachen bekamen wir erstmal von der Familie."

Zuerst dachten die beiden, es hätte nur einen Unfall auf der Straße gegeben. "Ich habe im Wohnzimmer meinen Kaffee getrunken", so die schockierte Hausbesitzerin. 

"Dann hat es gekracht und plötzlich von der Decke gerieselt." Ehemann Roland war noch im Schlafzimmer. "Wir haben das Haus vor 15 Jahren gekauft", sagt er. "Es steht unter Denkmalschutz, wir haben da viel Arbeit reingesteckt."

1850 erbaut, hat es bereits vor ein paar Jahren einen Autocrash überstanden, doch diesmal ist es eine Nummer größer. "Der Fahrzeugführer des Lasters koppelte den Anhänger mit 18 000 Liter Heizöl ab und unterließ es offenbar, diesen ausreichend zu sichern", erklärt Polizeisprecher Kai Siebenäuger (41). 

"Er rollte auf die gegenüberliegende Straßenseite gegen einen parkenden Zafira und schob diesen in ein Wohnhaus."

Ehepaar unverletzt, dennoch steht ihnen das Wasser bis zum Hals

Roland Eberhard (58) und seiner Frau geht es gut. Dennoch hat er so etwas auch noch nie gesehen.
Roland Eberhard (58) und seiner Frau geht es gut. Dennoch hat er so etwas auch noch nie gesehen.  © Thomas Türpe

Dort landete der Wagen des Paares direkt in ihrem Badezimmer. "Wir hatten Glück", sagt Roland. 

"Sowohl meine Frau als auch ich waren auf der anderen Seite des Hauses." Pech wiederum: Das Auto wurde auch noch in die Wasserleitung gedrückt: "Jetzt sind wir auch noch abgesoffen", sagt Andrea.

Der Bürgermeister eilte umgehend am Morgen zum Umgebindehaus, bot ein Notquartier an, doch die Eberhards nehmen erstmal Vorlieb mit der Gartensparte der Tochter. Am Haus selbst begannen komplizierte Arbeiten. 

"Wir müssen das Heizöl abpumpen", erklärte Einsatzleiter Heiko Ottersky am Mittag. "Erst dann kann das Fahrzeug geborgen und das Haus gesichert werden."

Titelfoto: Thomas Türpe

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