Kein Pandemie-Ende in Sicht! Kommt in Sachsen der Corona-Regel-Hammer?

Dresden - Kommt es für Ungeimpfte in Sachsen bald richtig dick? Doch auch auf Geimpfte und Genesene könnte einiges zukommen.

Sachsens Ministerpräsident, Michael Kretschmer (46, CDU), schließt einen neuen Lockdown im Freistaat nicht mehr aus.
Sachsens Ministerpräsident, Michael Kretschmer (46, CDU), schließt einen neuen Lockdown im Freistaat nicht mehr aus.  © Sebastian Kahnert/dpa

Im Freistaat steigen die Corona-Infektionszahlen weiterhin massiv, am Samstagmorgen lag die Inzidenz bei 620,7. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist sogar bundesweiter Corona-Hotspot. Das RKI gab den Wert der Sieben-Tage-Inzidenz dort am Samstag mit 1146,2 an.

Angesichts der verheerenden Lage hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) nun sogar einen neuen Lockdown nicht mehr ausgeschlossen. Denn die 2G-Regel allein werde im Kampf gegen die vierte Welle nicht reichen, erklärte er am Donnerstag in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" und kündigte an, dass "weitere Instrumente" eingesetzt werden müssten.

Doch welche sind konkret gemeint? Und kommt es möglicherweise zu einer deutlichen Verschärfung der Corona-Schutzverordnung, die ab 26. November inkraft treten soll, und über die Sachsens Landesregierung derzeit berät?

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Konkret beschlossen ist noch nichts, aber denkbare Maßnahmen wurden bereits in einem Entwurf zusammengestellt.

2G+ für Geimpfte und Genesene?

Der Dresdner Striezelmarkt fand zuletzt 2019 statt. Bereits 2020 fiel er coronabedingt aus. Wie es 2021 weitergeht, das ist derzeit noch offen.
Der Dresdner Striezelmarkt fand zuletzt 2019 statt. Bereits 2020 fiel er coronabedingt aus. Wie es 2021 weitergeht, das ist derzeit noch offen.  © Robert Michael/dpa

Laut der Bild-Zeitung könnte das 2G-Shopping kommen. Das heißt, dass nur Geimpften oder Genesenen der Einkaufsbummel erlaubt wird. Ausgenommen sind Lebensmittel-, Bau- und Gartenmärkte. Am Arbeitsplatz - egal ob im Büro oder auf der Baustelle - könnte dagegen bald die 3G-Regel gelten. Kontrollieren sollen das die Arbeitgeber.

So bitter es ist, auch die Weihnachtsmärkte und andere sogenannte landestypischen Veranstaltungen stehen auf der Kippe. Wird ein Verbot beschlossen, muss alles abgesagt bzw. dicht gemacht werden.

Geimpfte und Genesene könnten bei 2G+ bald zwei verschiedene Zertifikate bei Großveranstaltungen, zu denen auch Fußballspiele im Stadion gehören, vorzeigen müssen: Impf- bzw. Genesenennachweis sowie aktueller negativer Corona-Test.

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Ähnlich sieht es aus für Einrichtungen wie Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, der Kurzzeitpflege, aber auch für Sport und Freizeit ist eine generelle Testpflicht für Geimpfte und Genesene nicht mehr ausgeschlossen.

Noch härter könnte es Kultureinrichtungen treffen: Werden Kinos, Theater und Opern bald wieder vorübergehend geschlossen? Oder kommt in diesen Häusern "nur" beispielsweise ein Alkoholverbot? Auch das werde derzeit von der Landesregierung noch diskutiert.

Ausnahmen von der strengen 2G-Regel sollen demnach für alle Unter-18-Jährigen gelten.

Ob alles so kommt, bleibt abzuwarten.

Titelfoto: Montage: Robert Michael/dpa, Sebastian Kahnert/dpa

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