Kippt Dresden das Feuerwerks-Verbot?

Dresden - Jahrelang galt Dresden als europäische Feuerwerks-Hauptstadt. Nirgendwo wurde so viel und so bunt geknallt wie hier. Dagegen wehrten sich vor allem die Grünen. 2018 setzte die Stadt dann knallharte Regelungen durch. Seither wird kaum noch geböllert. Das könnte sich bald wieder ändern.

"Gönnt den Leuten doch etwas Lebensfreude": FDP-Chef Holger Zastrow (51).
"Gönnt den Leuten doch etwas Lebensfreude": FDP-Chef Holger Zastrow (51).  © Steffen Füssel

Die wichtigsten Fakten: Jahrzehntelang gab es in Dresden pro Jahr etwa 300 Feuerwerke, also nahezu täglich. Auch für kleinere private Pyro-Shows bestand lediglich eine Anzeigepflicht. 

Das änderte sich im August 2018. Seither sind nur noch zwei professionelle Pyro-Shows pro Ortsamt und Monat erlaubt. Private Feuerwerke gibt es nur noch zu Jubiläen (25 Jahre Ehe- oder Firmenjubiläum, zehn Jahre reichen nicht). 

Entsprechend gibt es kaum noch Feuerwerke, 2020 waren es im ersten Quartal gerade einmal 13.

Die FDP will per Ratsbeschluss, befristet bis Ende 2022, zurück zu den alten Vorgaben. Zum einen soll laut FDP-Chef Holger Zastrow (51) so die von der Corona-Krise schwer getroffene Eventbranche samt Feuerwerkskünstler wieder gestärkt werden. 

Dresden soll zudem wieder zur Feuerwerks-Hauptstadt werden, mit diesem Image barocker Lebensfreude auch Touristen anlocken. Zudem sollen Privatleute wieder leichter Feuerwerke zünden dürfen. 

"Lassen wir den Leuten einfach ein bisschen Lebensfreude, gerade nach diesen schweren Zeiten", so Zastrow. 

Gibt es in Dresden bald wieder mehr prachtvolle Feuerwerke?
Gibt es in Dresden bald wieder mehr prachtvolle Feuerwerke?  © PR

Eine Zustimmung für den Antrag im Rat scheint möglich, zumal Grüne, Linke und SPD ohne Piraten und PARTEI keine Mehrheit haben.

Titelfoto: PR

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