Kita-Gebühren-Erhöhung: Der Widerstand wächst

Dresden - Bereits im September sollen die Kita-Gebühren steigen. Die Stadt will Erhöhungen von teils über 60 Euro pro Monat durchboxen.

Im Streit um die Kita-Gebührenerhöhung scheint ein Kompromiss möglich.
Im Streit um die Kita-Gebührenerhöhung scheint ein Kompromiss möglich.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Dagegen wächst der Widerstand im Stadtrat. Jetzt liegt ein konkreter Gegenentwurf vor.

Ab Herbst würden, so das Rathaus, neun Stunden Krippenbetreuung statt momentan 216 Euro dann 280 Euro kosten. Der Kindergartenplatz verteuert sich von 155 Euro auf 175 Euro.

Die Stadt würde damit weiterhin die maximal möglichen Kosten auf die Eltern umlegen. Keine einzige Fraktion will das mittragen. CDU und Grüne arbeiten jetzt an einem Gegenentwurf.

Dabei sollen die Gebühren weniger stark und erst Anfang 2021 steigen. Zudem sollen kleine und mittlere Einkommen (die genauen Grenzen werden noch ermittelt) um 30 bis 50 Prozent entlastet werden.

"Es gibt Eltern, für die stellen die Beiträge kein Problem dar, die wollen einfach arbeiten gehen können. Für andere sind es starke Belastungen. Das wollen wir besser differenzieren", so Stadtrat Torsten Schulze (50).

Das Geld dafür soll auch vom Freistaat kommen, der sich eigentlich dazu verpflichtet hat, einen größeren Teil der Kosten zu übernehmen. "Diese vornehme Zurückhaltung muss ein Ende haben", so Schulze weiter.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

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