Alina (4) ist unheilbar krank: Familie kämpft um Reha-Hund

Kamenz - Bis vor knapp zwei Jahren war die Welt dieser Familie aus Kamenz noch in Ordnung. Bis Töchterchen Alina (heute 4) plötzlich immer wieder beim Laufen hinfiel - ohne jede Erklärung. Constanze (36) und Marcel Engmann (40) gingen mit ihr zum Arzt. Und dessen Diagnose stellte das Leben der Familie komplett auf den Kopf.

Eine eigentlich glückliche Familie: Mama Constanze (36), Papa Marcel (40) und die kleine Alina (4).
Eine eigentlich glückliche Familie: Mama Constanze (36), Papa Marcel (40) und die kleine Alina (4).  © privat

"Alina konnte schon super laufen", erinnert sich der Papa. "Aber plötzlich klappte das nicht mehr so gut."

Nach zahlreichen Arztbesuchen stellten Experten im Dresdner Uniklinikum die Diagnose: Leigh-Syndrom.

Ein unheilbarer Gendefekt, bei dem der Energiestoffwechsel der Zellen gestört ist. "Herz und Gehirn werden vorrangig mit Energie versorgt, alle anderen Zellen und Muskeln vernachlässigt."

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Mittlerweile kann Alina nicht mehr laufen, das Sprechen fällt ihr schwer. "Wir verstehen sie oft erst nach mehrmaligem Nachfragen. Sie wird nach und nach alle Fähigkeiten, die sie bereits erlernt hatte, verlieren."

Das Leben der Tochter könnte durch einen Assistenzhund erleichtert werden. "So ein Tier ist extra ausgebildet, könnte Alina zum Beispiel beim Ausziehen der Socken helfen, aber vor allem Trost und Lebensfreude schenken."

Alina kann nicht mehr selbstständig laufen, auch das Sprechen fällt ihr schwer. Ein Assistenzhund würde ihr Leben erleichtern.
Alina kann nicht mehr selbstständig laufen, auch das Sprechen fällt ihr schwer. Ein Assistenzhund würde ihr Leben erleichtern.  © privat

Familie hofft durch Spenden die erforderlichen 25.000 Euro für den Hund aufzubringen

Eine solcher Begleithund kann für Betroffene nicht nur eine emotionale Stütze sein, sondern auch bei Aufgaben des Alltags wie dem Sockenausziehen helfen.
Eine solcher Begleithund kann für Betroffene nicht nur eine emotionale Stütze sein, sondern auch bei Aufgaben des Alltags wie dem Sockenausziehen helfen.  © imago images/epd

Auch der Familienarzt befürwortet den Einsatz, die Krankenkasse aber zahlt nicht.

Die Begründung: "Ein solcher Hund sei nicht medizinisch lebensnotwendig", sagt Engmann.

Die Gesetzeslage ist eindeutig: Die Krankenkasse muss nur für solche Assistenzhunde zahlen, die eine Behinderung ausgleichen, wie etwa bei einem Blindenhund.

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Bei Alina geht es aber um einen Begleithund, der die Folgen einer Behinderung ausgleichen soll.

Nun hofft die Familie mittels Spenden auf die erforderlichen 25.000 Euro für den Vierbeiner.

"Der Verein Reha-Hunde bildet die Tiere aus und hilft uns bei der Spendensammlung."

Wer helfen will, kann sich per E-Mail (constanzeschiel@gmail.com) oder Telefon (0172/373 28 02) bei Mutter Constanze melden.

Titelfoto: privat

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