Knarren-Umschlagplatz bei Dresden: Anklage gegen Waffenschmuggler

Dresden - Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen zwei Waffenschmuggler (50, 56) erhoben. Zwei Schmuggelaktionen und ein bei Dresden liegender Waffen-Umschlagplatz kam nur ans Licht, weil ein Komplize in den USA in eine Verkehrskontrolle gerast war.

Waffenteile für Sturmgewehre (Symbolfoto) schmuggelte ein Sachse (56).
Waffenteile für Sturmgewehre (Symbolfoto) schmuggelte ein Sachse (56).  © 123rf.com/deusexlupus

Der Sachse (56) hatte bereits 2015 einem Ganoven eine Kiste mit zehn Abzugssets für Sturmgewehre übergeben, die ohne Ausfuhrgenehmigung nach Taiwan gelangten. 

Im Juni 2017 schlug er erneut zu: Im Umland von Dresden verlud er eine nicht bekannte Zahl Gehäuseunterteile für Gewehre in einen Seecontainer, der über den Hamburger Hafen per Containerschiff "wahrscheinlich ebenfalls nach Taiwan gelangte", so Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (44). 

Der Komplize (50) aus Mecklenburg-Vorpommern soll dem sächsischen Händler die Waffenteile verkauft haben.

Kommissar Zufall war es, der den Coup aufspürte: Der deutsche Zoll hatte von US-Behörden einen Hinweis bekommen. Ein Komplize der deutschen Ganoven war wegen Rasens in eine Verkehrskontrolle geraten. 

Bei ihm waren mehrere Tausend Schuss Munition im Kofferraum gefunden worden. Bei seinen Erklärungen verpetzte er seine deutschen Komplizen. 

Die Ganoven waren nicht vorbestraft und sitzen auch nicht in U-Haft.

Titelfoto: 123rf.com/deusexlupus

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0