Knöllchen-Alarm am Baggersee: Hier wird's für Badegäste teuer!

Nauwalde - Und plötzlich steht die Polizei an der Liegedecke! Weil sich am Kiessee Nieska (Kreis Meißen) keiner an das Zutritts- und Badeverbot hält, hat die Polizei nun Tatsachen geschaffen. Sie verhängte am vergangenen Wochenende 76 Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruchs und schrieb 13 Knöllchen wegen Parkverstößen. Die Kontrolle wird fortgeführt.

Die teuren Polizei-Kontrollen haben sich offensichtlich herumgesprochen: Derzeit wagt sich niemand an die Kiesgrube Nieska.
Die teuren Polizei-Kontrollen haben sich offensichtlich herumgesprochen: Derzeit wagt sich niemand an die Kiesgrube Nieska.  © Eric Münch

Denn eigentlich ist der See ein Anglerparadies. 

Er gehört dem Anglerverband Elbflorenz und wird von Matthias Rühle von den Riesaer Sportfreunden betreut. 

Rühle: "An manchen Tagen sind über 250 illegale Badegäste hier und scheren sich nicht um das Verbot. Weil es keine Parkplätze gibt, stehen manchmal über 50 Autos an der Staatsstraße oder in der Gohrischheide."

Wenn die Angler das Gespräch suchten, wurden sie nur ausgelacht. 

Dafür müssen sie aber den Wild-Badern den Müll nachräumen. 

Rühle: "Einweggrills, Windeln, Pizzakartons, Scherben, illegale Feuerstellen - Jahr für Jahr holen wir hängerweise Unrat aus unserem Anglerparadies."

Angler hetzen Polizei auf illegale Badende

Jetzt haben die Sportfreunde aber die Polizei auf ihrer Seite - von Freitag bis Sonntag war sie vor Ort und beließ es nicht nur bei freundlichen Hinweisen.

Sprecher Mario Laske: "Hausfriedensbruch stellt nach § 123 StGB eine Straftat dar. Eine bloße Ermahnung ist hier nicht möglich."

Das Polizeirevier Riesa wird die Situation im Rahmen des täglichen Streifendienstes weiter im Auge behalten.

Titelfoto: Eric Münch

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