Krankenkasse fordert Tempo: Haus- und Betriebsärzte sollen gegen Corona impfen

Dresden - Sachsen ist weiter Bummelletzter in Sachen Impfen. Noch nicht einmal alle Über-Achtzigjährigen erhielten ihre zwei Spritzen. Darum macht nun mit der Krankenkasse IKK classic erneut ein Medizinprofi Druck auf die Landesregierung.

Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic, plädiert dafür, dass Hausärzte gegen Corona impfen sollen.
Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic, plädiert dafür, dass Hausärzte gegen Corona impfen sollen.  © PR

Die IKK classic spricht sich dafür aus, die Corona-Impfungen sofort Hausärzten zu übertragen, sobald nach Ostern genügend Impfstoff da ist.

Daneben plädiert die Kasse dafür, die Impfzentren dann für Unternehmen und ihre Betriebsärzte zu öffnen.

"Hausärzte kennen ihre Patienten und deren Risikofaktoren am besten und verfügen schon durch die saisonalen, flächendeckenden Grippeimpfungen über die höchste Impfkompetenz", sagt Vorstand Frank Hippler.

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"Gerade für ältere Patienten macht der Besuch beim Hausarzt weniger Mühe als die Anreise zu einem unter Umständen weiter entfernten Impfzentrum."

Die Anreise ist wohl auch eine der Ursachen des Rückstandes bei der Gruppe Ü80.

"Wir haben gehört, wonach manche über 80-Jährige bewusst warten, bis sie bei ihrem Hausarzt geimpft werden können", heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

"Hinzu kommt, dass Corona-Genesene nicht sofort geimpft werden sollen." Was bei dieser besonders bedrohten Gruppe ja leider oft zutreffe.

Hauptursache für das Dilemma aber nach wie vor: zu wenig Impfstoff.

Titelfoto: PR

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