Kripo Live: Fahndung nach Dynamo-Ausschreitungen wird nicht die letzte sein

Leipzig/Dresden - Am Sonntag berichtete die MDR-Sendung "Kripo Live" über die Ausschreitungen rund um das Aufstiegsspiel der SG Dynamo Dresden gegen Türkgücü München (4:0) am 16. Mai dieses Jahres.

Am Rande des Aufstiegsspiels war es zu schweren Ausschreitung gekommen.
Am Rande des Aufstiegsspiels war es zu schweren Ausschreitung gekommen.  © Sebastian Kahnert/dpa

Die Polizei meldete nach den Krawallen 185 verletzte Beamte. Es wurde Flaschen, Pflastersteine, Straßenabsperrungen, Baumpfähle, Feuerlöscher und Metallpoller geworfen, wie Enrico Lange (36), Leiter der Soko "Hauptallee" erklärte.

Vergangene Woche veröffentlichte die Soko dann erste Fahndungsbilder, mit denen nach 20 Verdächtigen gesucht wurde. Insgesamt wurden bereits mehr als 100 Tatverdächtige ermittelt.

Lange sagte am Sonntag: "Wir hatten zunächst nach 20 Personen gefahndet, aber waren selbst überrascht, dass sich bereits nach 30 Minuten der erste auf der Polizeidienststelle eingefunden hat."

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Insgesamt haben sich bereits acht Personen entweder persönlich oder über ihre Anwälte gestellt.

Zu den anderen zwölf gibt es aber bereits Hinweise aus der Bevölkerung. Lange appelliert, dass sich die Gesuchten selbst stellen sollen.

Enrico Lange war am Sonntag bei "Kripo Live" zu Gast.
Enrico Lange war am Sonntag bei "Kripo Live" zu Gast.  © Petra Hornig

Ermittelt wird wegen besonders schwerem Landfriedensbruch, was mit einer Haftstrafe von sechs Monaten bis zehn Jahren bestraft werden kann.

"Diese Öffentlichkeitsfahndung nach 20 Personen wird nicht unsere letzte Öffentlichkeitsfahndung sein", so Lange.

Hinweise nimmt die Soko unter der Nummer 0351/4832233 oder unter dem Hinweisportal sn.hinweisportal.de.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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