Aus Liebe zum Bergsteigen: Dresden-Politiker wird Chef von Sachsens größtem Kletterverein!

Dresden - Der Dresdner Lokal-Politiker Torsten Schulze (51) erklimmt den höchsten Posten: Er wird Sachsens neuer Kletter-Chef!

Torsten Schulze (51) mit der Gleichgewichtsübung "Der Tänzer" auf der Zyklopenmauer.
Torsten Schulze (51) mit der Gleichgewichtsübung "Der Tänzer" auf der Zyklopenmauer.  © privat

Im sächsischen Landesverband des Deutschen Alpenvereins sind etwa 35.000 Mitglieder organisiert. Kein einziger Einzelverein, nicht einmal Dynamo, hat mehr Mitglieder.

Ein Dresdner Lokalpolitiker wurde jetzt zum ersten Vorsitzenden und damit zu Sachsens neuem Chef-Kletterer gewählt.

Seit 35 Jahren hängt Torsten Schulze in den Seilen. Die erste große Liebe nahm den heute 51-jährigen Klempnermeister und Grünen-Stadtrat mit ins Gebirge.

"Die erste Liebe ist längst verflossen, die Liebe zum Bergsteigen blieb", schmunzelt Schulze. Zu DDR-Zeiten kletterte er im Kaukasus und in Rumänien, später zog es ihn auch in die Alpen.

"In der Sächsischen Schweiz fühle ich mich aber am wohlsten. Wann immer es geht, bin ich vor Ort."

2020 bestieg Schulze zusammen mit seinen beiden Söhnen das Breithorn (4164 Meter) in den Alpen.
2020 bestieg Schulze zusammen mit seinen beiden Söhnen das Breithorn (4164 Meter) in den Alpen.  © privat

Schulze kämpft für seinen Lieblingssport: "Wir wollen bei Olympia vertreten sein"

Torsten Schulze sitzt seit 2009 für die Grünen im Stadtrat. Seit 35 Jahren klettert der Politiker in seiner Freizeit, jetzt übernahm er Sachsens höchstes Kletter-Amt.
Torsten Schulze sitzt seit 2009 für die Grünen im Stadtrat. Seit 35 Jahren klettert der Politiker in seiner Freizeit, jetzt übernahm er Sachsens höchstes Kletter-Amt.  © Bildmontage: Steffen Füssel, privat

In den letzten Jahren kämpfte Schulze vor allem als Stadtrat für seinen Sport. Auf seine Initiative hin wurde Klettern in Dresden Schwerpunktsportart und Bouldern zum festen Kita-Angebot.

Als Sachsens Kletterer-Chef (ein auf vier Jahre gewähltes Ehrenamt) will Schulze die Wahrnehmung des Sportes in der Öffentlichkeit generell erhöhen. Der Fokus liegt zudem auf der Vereinbarkeit von Klettern und Umweltschutz und auf Klettern als Sport. "Wir wollen bei Olympia vertreten sein."

Ein wichtiger Schritt dahin: Sportkletterer sollen im Dresdner Sportschulzentrum zugelassen werden.

Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel, privat

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