Corona zwang sie in "Kurzarbeit": Abschied für unser Stollenmädel Johanna

Dresden - Wenigstens zum Abschied gab es einen kleinen Medienrummel: Die Stollenbäcker bedankten sich am Donnerstag beim amtierenden 26. Dresdner Stollenmädchen Johanna Meitzner (22) für ihre Amtszeit.

Die Stollenbäcker des Schutzverbandes lassen ihr 26. Stollenmädchen Johanna Meitzner (22) hochleben.
Die Stollenbäcker des Schutzverbandes lassen ihr 26. Stollenmädchen Johanna Meitzner (22) hochleben.  © Thomas Türpe

Viel zu tun hatte die im Oktober gekürte Johanna ja leider nicht, denn die meisten öffentlichen Auftritte fielen coronabedingt ins Wasser.

So war also auch das berühmte Stollenmädchen in Kurzarbeit! Ihre Bilanz sechs Monate vor Heiligabend: "Ich hatte leider nur fünf Auftritte", bedauert Johanna.

"Eigentlich sind unsere Stollenmädchen von Oktober bis Dezember im Dauereinsatz. Rund 40 bis 50 Termine in ganz Deutschland und darüber hinaus absolvieren sie in dieser Zeit", weiß Andreas Wippler (43), Vize-Chef des Schutzverbandes Dresdner Stollen.

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Doch in Johannas Amtszeit fielen leider u. a. das Stollenfest mit dem Anschnitt des Riesenstollens und auch der Striezelmarkt aus, viele Messen und touristische Events wurden abgesagt.

Corona zum Trotz: Auf das Stollenbacken musste Johanna nicht verzichten.
Corona zum Trotz: Auf das Stollenbacken musste Johanna nicht verzichten.  © Steffen Füssel

Trotz Corona: Erfolg für die Konditorin!

Trotzdem gab es für Konditorin Johanna Erfolgserlebnisse: Erst vorige Woche hat sie ihre praktische Bäcker-Gesellenprüfung absolviert.

Darauf stießen die Stollenbäcker mit ihr auf der Dachterrasse des Restaurants "Felix" an. Natürlich mit einem extra kreierten Cocktail: "Summer Christmas" - schmeckt ein bisschen wie flüssiger Stollen.

Titelfoto: Thomas Türpe

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