Das große Tiere-Zählen im Dresdner Zoo: Ene, mene, muh - und dran bist du!

Dresden - 425 Säugetiere, 413 Vögel und 324 Fische - das ist nur ein Teil des Tierbestandes, der dieser Tage im Dresdner Zoo gezählt wurde. Denn auch in diesem Jahr fand die große Tierinventur statt, bei der der komplette Bestand an tierischen Bewohnern gezählt und gemessen wurde.

Als Zoo-Aufsichtsratsvorsitzender lockte Bürgermeister Detlef Sittel (55) die Erdmännchen mit Futter zur Zählung.
Als Zoo-Aufsichtsratsvorsitzender lockte Bürgermeister Detlef Sittel (55) die Erdmännchen mit Futter zur Zählung.  © Eric Münch

Ergebnis: 235 Arten und 1370 Exemplare leben aktuell im Zoo. Neuheiten im vergangenen Jahr waren Rotschwingenstar, Marmelente und Löffelhund.

"Ein Neuzugang, über den wir uns besonders gefreut haben, war zudem ein Goldtakin", freut sich Zoodirektor Karl-Heinz Ukena (51).

"Während viele Tiere schnell gezählt sind, kann es bei manchen - wie den Nacktmullen - schon schwierig werden", erklärt Kurator Matthias Hendel (39).

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Obwohl die Erdmännchen klein und flink sind, lassen sie sich gut zählen, da man sie leicht mit Essen anlocken kann - nur der Späher muss verzichten und trotzdem Wache halten. In diesem Jahr wurden 15 Erdmännchen gezählt.

Auch das Zählen der Roten Pandas war problemlos möglich - aktuell lebt nur ein älteres Pärchen im Zoo. Die beiden sind schon circa 13 Jahre alt und können daher keinen Nachwuchs mehr kriegen.

Das Panda-Pärchen ist gut zu unterscheiden: Männchen Manchu (r.) ist mit seinen 3,8 Kilogramm deutlich leichter und kleiner als Weibchen Louanne (5,3 Kilogramm).
Das Panda-Pärchen ist gut zu unterscheiden: Männchen Manchu (r.) ist mit seinen 3,8 Kilogramm deutlich leichter und kleiner als Weibchen Louanne (5,3 Kilogramm).  © Eric Münch
15 Erdmännchen können aktuell im Dresdner Zoo besucht werden.
15 Erdmännchen können aktuell im Dresdner Zoo besucht werden.  © Eric Münch

575.595 Menschen besuchten den Dresdner Zoo 2021

Kurator Matthias Hendel (39) und seine Kollegen haben fleißig gezählt.
Kurator Matthias Hendel (39) und seine Kollegen haben fleißig gezählt.  © Eric Münch

Das Wiegen war hingegen ein größeres Unterfangen, da ihnen die Waage, auf die sie mit Futter gelockt wurden, suspekt war.

Neben den Tieren wurden auch die Menschen gezählt: Trotz aller Einschränkungen kamen 2021 insgesamt 575.595 Besucher.

"In einigen Monaten hatten wir sogar mehr Gäste als in vergleichbaren Monaten vor der Pandemie", so Ukena.

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"Ein weiterer wichtiger Erfolg im vergangenen Jahr war die Finanzierung für den Bau des Orang-Utan-Hauses. Dieses Projekt wird auch das größte in diesem Jahr sein", ergänzt Zoo-Aufsichtsrat und Bürgermeister Detlef Sittel (55).

Übrigens: Ab dem heutigen Samstag dürfen Tierhäuser wieder öffnen. Da eine separate Kontrolle vor diesen Häusern nicht möglich ist, wird für den Zoobesuch nun ein 2G-Nachweis notwendig, Ungeimpfte dürfen nicht rein.

Die Nachweispflicht gilt nicht für Kinder und Schüler.

Titelfoto: Eric Münch

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