Keine Berührung mehr! Sachse erfindet Klinke für die Klinke

Dippoldiswalde - Not macht erfinderisch, das zeigt sich bei auch bei der Werbeagentur "Color and Shade" bei Dippoldiswalde. Deren Chef Andreas Rösch (40) hat mit dem "Gribbb" ein kleines Werkzeug erfunden, das die Agentur retten soll.

Mit dem "Gribbb" kann man den Wagen schieben, ohne ihn berühren zu müssen.
Mit dem "Gribbb" kann man den Wagen schieben, ohne ihn berühren zu müssen.  © Tino Plunert

"Das war aus der Not heraus", sagt Rösch. "Ich wollte meinen Mitarbeitern ein kleines Helferlein geben. Als das mit Corona losging, haben die sich ja die Arme verknotetet, wenn sie eine Tür öffnen wollten." 

Der kleine Firmenhelfer fand den Weg zu Facebook und somit auch den Weg auf den Markt. "Wir hatten noch Materialreste und wegen der Krise nicht so viel zu tun", sagt der Agentur-Chef. "Der Erlös sollte an den Coronahilfe-Fonds gehen, für fünf Euro gab es das Stück." 

Innerhalb weniger Tage war der kleine Klinkendrücker ausverkauft. "Das waren vielleicht 200 Stück", sagt Rösch. "Ich habe 2222 Euro gespendet." Doch dann wurde es langsam auch für die Agentur kritisch. "Da haben wir das Gerät etwas weiterentwickelt und nun auch das gute Material dafür verwendet", so der Erfinder. 

Nun kann man damit die Tür oder ein Bier öffnen, den Einkaufswagen schieben oder die PIN bei der Kartenzahlung eintippen. Für 6,90 Euro gibt es die Profiversion (gribbb.com). 

Helen Richter und Andreas Rösch (40) haben mit der Herstellung der kleinen Helfer jetzt wieder etwas zu tun.
Helen Richter und Andreas Rösch (40) haben mit der Herstellung der kleinen Helfer jetzt wieder etwas zu tun.  © Tino Plunert

Diesmal geht der Gewinn in den Erhalt der vier Arbeitsplätze, die Rösch derzeit bietet. 

Titelfoto: Tino Plunert

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