Stimme weg im Kreta-Urlaub: Dorit Gäbler muss nach ihrem Karl-Heinz pfeifen

Dresden - Manchmal kommt's ganz dicke: Die Dresdner Schlagersängerin Dorit Gäbler (77) haute erst ein Husten-Infekt mitten im Griechenland-Urlaub um - Antibiotika. Jetzt macht ihr die Angst vor dem Coronavirus zu schaffen.

Auch wenn im Kreta-Urlaub nicht alles nach Plan lief: Das Herumblödeln lassen sich Dorit Gäbler und Karl-Heinz Bellmann so schnell nicht nehmen.
Auch wenn im Kreta-Urlaub nicht alles nach Plan lief: Das Herumblödeln lassen sich Dorit Gäbler und Karl-Heinz Bellmann so schnell nicht nehmen.  © privat/Karl-Hein Bellmann

Die Chansonnière ist gerade aus ihrem Urlaub aus Kreta zurück. "Wir waren auf einer Bildungsreise, haben viele Kirchen, Klöster und den Palast von Knossos besucht", erzählt Gäbler.

Doch dann wurde sie plötzlich krank, musste zwei Ausflüge ausfallen lassen. "Ich litt unter starkem Husten, musste Antibiotika einnehmen und bekam vier Tage Bettruhe verordnet. Aber ich bin trotzdem spazieren gegangen."

Die Verständigung verlief pfeifend. "Dorit hatte auch vier Tage Sprechverbot. Immer wenn sie mir antworten sollte, pfiff sie oder zeigte mir für 'Ja' den Daumen nach oben und 'Nein' nach unten", erzählt ihr Ehemann Karl-Heinz Bellmann.

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Kreta wurde zur Schicksalsinsel für die beiden. Bellmann: "Wir waren zum zweiten Mal auf Kreta. Beim ersten Mal brach meine Borreliose aus, an der ich jahrelang laborierte."

Glück im Unglück: "Wir hatten in unserer Hotelsuite jeder ein eigenes Schlafzimmer mit eigenem Bad und sogar einem eigenen Swimmingpool", sagt Dorit Gäbler. "Meinen Tennisschläger habe ich im Tennis-Hotel 'Lyttos Beach' jedoch nur spazieren geführt. Ich fand keinen Freizeitsportler als Trainingspartner - alle waren Profis", schüttelt Bellmann den Kopf.

Krankheiten und kein Ende. Jetzt macht Dorit Gäbler das Coronavirus zu schaffen: "Mehrere meiner Veranstaltungen wurden aus Angst vor dem Virus schon abgesagt." Heute fällt zum Beispiel die Show "Verliebt, Verlobt, Verschwunden…" mit Gäblers Trio "Swinging-friends" im Beelitzer "Zum deutschen Hause" aus. Gäbler: "Über 100 Tickets waren schon verkauft."

Bei der Corona-Panik bekomme eine Künstlerin, deren Leben die Bühne ist, Existenzangst, meint ihr Mann. "Wir selbst fürchten uns nicht vor dem Virus, leben nach dem Motto, wenn etwas Schlimmes passiert, kommt etwas Besseres nach."

"Der sieht aus wie mein Mann": Dorit Gäbler an einem Wandrelief in einem ihrer Hotels auf Kreta.
"Der sieht aus wie mein Mann": Dorit Gäbler an einem Wandrelief in einem ihrer Hotels auf Kreta.  © privat/Karl-Hein Bellmann

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