"Erotischer Advent" in Dresdner Galerie: Frivol und filigran, farbenfroh und fantasievoll

Von Lilli Vostry

Dresden - Verlockendes für die Sinne in Malerei, Grafik und Plastik zu Weihnachten, dem Fest der (anscheinend auch erotischen) Liebe, von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region und darüber hinaus versammelt die Gruppenausstellung "Erotischer Advent" in der Galerie Kunst & Eros (Hauptstraße 15 in Dresden).

Galeristin Janett Noack (39) zeigt Stücke der Ausstellung.
Galeristin Janett Noack (39) zeigt Stücke der Ausstellung.  © Steffen Füssel

In Pastellfarben, gelb und türkis leuchten die lustvollen Paar-Bilder von Gudrun Trendafilov. Winterliches Weiß umschließt sanft Körperumrisse, die fast verschmelzen mit der Landschaft in einem runden Acrylbild mit Kreide und in Kaltnadelradierungen von Rita Geißler.

"Bei ihr im Atelier sah ich die figürlichen Arbeiten, auch Akte, alles Druckgrafik, die sie bisher kaum oder noch nie gezeigt hat. Ich wollte Mensch und die Landschaft zusammenführen", sagt Galeristin Janett Noack (39).

Die grazilen Steinplastiken zwischen konkret und abstrakt der Bildhauerin Konstanze Feindt-Eißner passen dazu, etwa das stehende Paar aus weißem Laaser Marmor, ein innig versunkenes Paar aus rosa Steatit (ein Keramik-Werkstoff) und eine erdbraune bronzene "Lange Madonna".

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In erdigen Farben und schwungvollen Formen zeigt Anita Voigt Frauenakte, nach Modell gezeichnet. Schönheit und Vergänglichkeit verbinden die Collagen von Udo Haufe, wie "Das Mädchen und der Tod" und reizvoll märchenhafte Adaptionen wie "Der Fisch und seine Frau".

"Es war ein bewegtes Jahr mit viel Farbe und Bewegung"

Dieses miteinander verschlungene Paar stammt vom Zeichner Horst Hille.
Dieses miteinander verschlungene Paar stammt vom Zeichner Horst Hille.  © Steffen Füssel

Frivole kleine Zeichnungen aus dem Nachlass von Horst Hille sorgen für Schmunzeln. Faszinierend die Grafiken mit filigranen Körperhüllen von Tina Wohlfarth. Eine farbenfroh und fantasievoll bemalte Keramik und kleine Figuren von Michele Cyranka stehen umgeben von goldenen Glocken und opulentem, bemaltem Porzellan, Vasen, Dosen und Schmuck, gestaltet von Janett Noack in Purpur und in Lüsterfarbe schimmernd.

"Es war ein bewegtes Jahr mit viel Farbe und Bewegung, das nun mit Besinnlichem ausklingt", so die Galeristin. "Ich hoffe, dass es so weitergeht, man viele Menschen trifft und sich nicht wieder zurückziehen muss, dass es lebendig bleibt."

Geöffnet hat die Ausstellung noch bis zum 28. Januar, immer montags bis samstags, von 11 bis 15 Uhr.

Titelfoto: Steffen Füssel

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